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Kommunale Betriebe Soest AöR werden Partner der ESG und des Kreises Soest in der Kooperation mit karitativen Altkleidersammlern

In Sachen Altkleidersammlung schlägt eine Kooperation des Kreises, der Städte und Gemeinden und der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG) mit den drei Wohlfahrtsverbänden Deutsches Rotes Kreuz (Kreisverbände Hellweg-Lippstadt und Arnsberg), Malteser Hilfsdienst (Diözesanverband Paderborn) und Kolpingwerk (Arbeitsgemeinschaft des Kolpingwerkes und der Kolpingfamilien) mehrere Fliegen mit einer Klappe. Die getroffene Vereinbarung sichert ein leistungsfähiges System, kappt den Wildwuchs gewerblicher Altkleidersammlungen, ermöglicht einen strategischen Ausbau des Containernetzes und bietet den Wohlfahrtsverbänden eine verlässliche Grundlage für die Durchführung der Sammlung und deren Erlöse. Ein Siegel auf den Containern macht künftig auf die Kooperation und damit auf die Rechtmäßigkeit der Sammlung aufmerksam.

Nach Erkenntnissen der Entsorgungswirtschaft Soest GmbH (ESG) werden mindestens zwei Drittel der gewerblichen Stellplätze ohne Erlaubnis genutzt. Sie hat kreisweit an inzwischen über 100 Container-Standorten insgesamt fast 200 Altkleider-Container gewerblicher Sammler ausgemacht. DRK, Kolping und Malteser sind zurzeit an rund 200 Standorten mit insgesamt 300 Altkleidercontainern vertreten. Sie sammeln dort rund 1.500 Tonnen jährlich. Je Einwohner fallen im Kreis Soest jährlich zwischen fünf und zehn Kilogramm ausgediente Kleider, Schuhe und Textilien an.

Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz hält die Kommunen an, die getrennte Wertstoffsammlung auszubauen und für eine Verwertung zu sorgen. Der Kreistag hat deshalb Mitte 2012 Eckpunkte zur Fortschreibung des Abfallwirtschaftskonzeptes beschlossen. Neben der zum 1. Juni 2012 gestarteten Klein-Elektro/Metall-Sammlung über Depot-Container wurde die Altkleidersammlung in den Blick genommen. Diesen führen kreisweit seit jeher nicht die Kommunen, sondern die örtlich aktiven freien Wohlfahrtsverbänden durch. Sie nutzen die Erlöse, um ihre gemeinnützige Tätigkeit zu finanzieren. Gut erhaltene Kleidung und Schuhe werden in zertifizierten Betrieben nach Eignung für verschiedene Länder sortiert und über den Second-Hand-Handel exportiert. Der Rest wird als Rohstoff für Schall- und Wärmedämmung, Türverkleidungen und Teppichböden verarbeitet.

„Städte und Gemeinden haben über zunehmenden Wildwuchs gewerblicher Altkleidersammlungen berichtet", erläutert Alfons Matuszczyk, Abeilungsleiter Umwelt des Kreises. „Ein wohltätiger Zweck wird häufig lediglich vorgetäuscht. Wegen der hohen Verkaufserlöse gelangen die Altkleider auf undurchsichtigen Wegen in Drittländer. Nicht zuletzt deshalb mussten Kommunen und Kreis ihre Organisationsverantwortung als öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger für die Altkleidersammlung aktiv wahrnehmen." Alle Städte und Gemeinden haben dem Kreis die Aufgabe übertragen, mit den gemeinnützigen Altkleidersammlern zu kooperieren. Das organisieren Kreis und ESG und in enger Abstimmung mit ihnen. Künftig sollen in erster Linie die von den Kommunen eingerichteten und regelmäßig gereinigten Containerstandorte genutzt werden. Für deren Aufwand fließt ein kleiner Teil der Vermarktungserlöse in die Abfallgebühren zurück. Bei Fragen zu Sammlungen und Container-Standplätzen können sich Bürgerinnen und Bürger direkt an den jeweiligen Wohlfahrtsverband oder an das Abfall-Servicetelefon 02921/353111 der ESG wenden. Die Kontaktdaten befinden sich auf den Containern.

http://www.kreis-soest.de/presseservice/2011/presseservice846129.php