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Namensänderung

Der Gesetzgeber hat drei Arten von Namensänderungen geschaffen:

  • Namensänderungen nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB)
  • Öffentlich-rechtliche Namensänderungen nach dem Namensänderungsgesetz (NamÄndG)
  • Namensänderungen für Personen, die Ihre Namensführung dem deutschen Namensrecht angleichen möchten (Spätaussiedler oder Ausländer) nach Art. 47 EGBGB und § 94 BVfG.

 

1. Namensänderungen nach dem BGB

  • Bestimmung eines gemeinsamen Ehenamens / Lebenspartnerschaftsnamens.
  • Hinzufügung des Geburtsnamens oder des bisherigen Familiennamens zum Ehenamen.
  • Widerruf des hinzugefügten Namens.
  • Wiederannahme des Geburtsnamens oder des früheren Familiennamens nach Auflösung der Ehe.
  • Namenserteilung (Einbenennung) bei Kindern unter bestimmten Voraussetzungen.
  • Namenserteilung auf den Namen des Vaters bei nicht miteinander verheirateten Eltern.
  • Namensbestimmung eines Kindes nach Bestimmung der gemeinsamen Sorge.
    Anmerkung: Es kommt immer auf die persönlichen personenstandsrechtlichen Voraussetzungen an, welche Namensänderung für Sie möglich ist.

 Eine Beratung beim Standesamt ist erforderlich. Die Gebühr für die Namensänderungen nach dem BGB belaufen sich auf 21,- Euro.

2. Öffentlich-rechtliche Namensänderungen

Öffentliche Namensänderungen können in Ausnahmefällen auf Antrag geändert werden, wenn ein wichtiger Grund die Änderung rechtfertigt. Ob ein wichtiger Grund vorliegt, muss im Einzelfall geprüft werden. Eine persönliche Beratung vor Antragstellung wird empfohlen.

Das Antragsformular erhalten Sie beim Standesamt. Auch welche Unterlagen vorzulegen sind, wird bei der persönlichen Vorsprache erörtert.
Die Bearbeitung selber erfolgt bei der Kreisverwaltung Soest. Die eingereichten Unterlagen leitet das Standesamt im Rahmen der Amtshilfe zur Bearbeitung an den Kreis Soest.

3. Namenserklärungen für Spätaussiedler und Ausländer

Spätaussiedler können gemäß § 94 des Bundesvertriebenengesetzes eine Erklärung zu ihren Vor- und Familiennamen abgeben um eine der deutschen Sprach- und Schreibweise angeglichenen Form herbeizuführen. Hier kann auch der Vatersname, den es im deutschen Namensrecht nicht gibt, abgelegt werden. Diese Erklärung ist gebührenfrei. Über die vorzulegenden Unterlagen informieren Sie sich bitte beim Standesamt.

Ausländer, die nach ihrem Heimatrecht eine Namensform führen, die nicht mit dem deutschen Namensrecht identisch ist, können gem. Art. 47 EGBGB (Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch) ihre Namen dem deutschen Recht angleichen. Voraussetzungen können z.B. eine Einbürgerung sein, eine beabsichtigte Eheschließung oder die Geburt eines Kindes. Ob die Namensangleichung möglich ist und welche Unterlagen vorzulegen sind, erfragen Sie bitte beim Standesamt.

Kosten

Siehe oben

Rechtsgrundlagen

Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), Namensänderungsgesetz (NamÄndG), u.a.

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Zuständige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Miriam Kühle