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Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Allgemeines

Wer erwerbsunfähig ist und seinen notwendigen Lebensunterhalt nicht aus seinem Einkommen oder Vermögen bestreiten kann, hat die Möglichkeit, Leistungen nach dem SGB XII zu beantragen. Die Besonderheit bei dieser Sozialleistung ist, dass Kinder bzw. Eltern nicht zum Unterhalt herangezogen werden. Verfügen Kinder bzw. Eltern jedoch über ein jährliches Gesamteinkommen von über 100.000 Euro, besteht kein Anspruch auf Grundsicherungsleistungen. Der Leistungen gliedern sich im Wesentlichen in die zwei Bereiche „Hilfe zum Lebensunterhalt“ (3. Kapitel SGB XII) und „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ (4. Kapitel SGB XII).

 

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Personen, die dauerhaft erwerbsunfähig (im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung) sind oder die Altersgrenze erreicht haben, können Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung erhalten.

Personen, die die Altersgrenze noch nicht erreicht haben und für einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten voll erwerbsgemindert sind, können Hilfe zum Lebensunterhalt beantragen. 

 Wer kein ausreichendes Einkommen oder Vermögen hat, grundsätzlich aber erwerbsfähig ist, kann Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II) beantragen. Die örtliche Zuständigkeit liegt beim Jobcenter des Kreises Soest. Das Jobcenter ist unter der Anschrift Paradieser Weg 2, 59494 Soest (Telefon 02921/106500) zu erreichen.

 

Leistungen

Die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsfähigkeit beinhaltet folgende Regelsätze (Stand 01.01.2017):

• Für einen alleinstehenden Volljährigen oder den Haushaltsvorstand: 409,00 €

• Für Ehepaare oder vergleichbare Personen: 368,00 €

• Für erwachsene Hilfebedürftige in einer stationären Einrichtung: 327,00 €

• Für Haushaltsangehörige ab Vollendung des 14. Lebensjahres bis einschließlich 17. Jahre: 311,00 €

• Für haushaltsangehörige Kinder vom 7. bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres: 291,00 €

• Für haushaltsangehörige Kinder bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres: 237,00 €

Zusätzlich werden die Kosten der Krankenversicherung und Unterkunftskosten übernommen, sofern diese angemessen und notwendig sind. Bei vorliegender Schwangerschaft, Alleinerziehung, einem Mehraufwand wegen kostenaufwendiger Ernährung oder Vorhandensein einer Schwerbehinderung mit dem Merkzeichen „G“ im Schwerbehindertenausweis werden Mehrbedarfe bei der Leistungsberechnung berücksichtigt.

 

Antragstellung

Antragstellungen können im Rahmen der Öffnungszeiten ohne Termin vorgenommen werden. Damit der Antrag bearbeitet werden kann, sind folgende Unterlagen notwendig:

• Der ausgefüllte Antrag auf Grundsicherung sowie die ausgefüllte Anlage zu dem Antrag (erhältlich beim Sozialamt)

 • Eine ausgefüllte Vermögenserklärung inkl. Nachweise über Einkommen und Vermögen 

• Eine vom Vermieter ausgefüllte Mietbescheinigung (beim Sozialamt erhältmich)

• Vollständige Kontoauszüge der letzten drei Monate

• Nachweise über eventuelle Beitragszahlungen zu Versicherungen (möglichst die aktuellen Beitragsmitteilungen und weitere Versicherungsunterlagen)

• Schwerbehindertenausweis (sofern vorhanden)

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Zuständige Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner

Jan Bräutigam
Michael Dommes
Katharina Rademacher
Gerhild Streich
Sonja Wienold