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Gesprächsabend über das Werk Martinuzzis

Die Bronze
Die Bronze "Desideria" von Paolo Martinuzzi.

Kurz vor dem Ende der Ausstellung der Werke von Paolo Martinuzzi im Museum Wilhelm Morgner sind am Freitag, 13. Januar, alle Interessierten, Freunde, Sammler und Wegbegleiter Paolo Martinuzzis zu einer Aussprache über das Werk des Künstlers eingeladen. Ab 19 Uhr soll gemeinsam im Museum Wilhelm Morgner den Fragen nachgegangen werden: Welche Ausstrahlungskraft haben die Werke auf den Schauenden? Welche Rolle spielen Emotionen? Welche Wirkung haben die Werke auf Sie, die Besucher unmittelbar?

Nach einem kurzen Rundgang durch die Ausstellung wird Prof. Dr. Wolfgang Pippke als langjähriger Freund des Künstlers in einem Impulsvortrag den genannten Fragen nachgehen, um anschließend in einer Gesprächsrunde mit allen Besuchern sowie der Kuratorin Dr. Daniela Arens und der Museumsleitung Dr. Annette Werntze im Gedankenaustausch der Faszination Martinuzzi nahe zu kommen.

Im Morgner-Jahr 2017 ist der Eintritt in das Museum Wilhelm Morgner frei. Auch die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

Die Ausstellung der Werke Martinuzzis endet am kommenden Sonntag, 15. Januar. Sammler, Kunstbesitzer und die Stadt Soest hatten ihren Kunstbesitz zur Verfügung gestellt und so einen einzigartigen Überblick über die Vielfalt des Schaffens Martinuzzis gewährt. Mehr als 700 Besucher ließen sich seit der Ausstellungseröffnung am 4. Dezember von den Arbeiten des venezianischen Künstlers, der fast 40 Jahre überwiegend in Soest lebte, beeindrucken.

Martinuzzi gehörte zum Stadtbild wie seine Werke, die an vielen Stellen in Soest an ihn erinnern. Unmittelbar, unangepasst, irritierend eindringlich treten dem Betrachter die Figuren Martinuzzis in ihrer expressiven Schlichtheit entgegen. Mit den tellerrunden, aufgerissenen Augen, den offenen Mündern, den übergroßen Händen, dem auf das Notwendigste reduzierten Körpern hat Martinuzzi eindrucksvolle Gestalten geschaffen, die dem Betrachter eine Projektionsfläche bieten, die auf eindringliche Weise verunsichert. Nicht leicht einzuordnen in einen kunsthistorischen Kontext, stehen seine Werke in der Welt und fordern zur Auseinandersetzung auf.

Rundgang durch die Martinuzzi-Ausstellung im Museum Wilhelm Morgner