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Vorläufiger Jahresabschluss 2019 mit Überschuss statt Defizit

Soest. Es sind noch die Ergebnisse aus der Zeit vor der Corona-Pandemie, aber sie eröffnen der Stadt Soest auch für die Bewältigung der Corona-Folgen gute Möglichkeiten: Der vorläufige Jahresabschluss des Haushaltsjahres 2019 weist einen Überschuss in Höhe von 2,4 Millionen Euro aus. Diese erste Bilanz des zurückliegenden Jahres legten jetzt Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Kämmerer Peter Wapelhorst und Finanzabteilungs-Leiter Stefan Meyer vor.

„Das Haushaltsplus ist umso positiver zu bewerten, weil der Haushaltsplan ursprünglich von einem Minus von 4,1 Millionen Euro ausgegangen war“, erinnert Dr. Ruthemeyer an die Ausgangslage. Insgesamt konnte die Stadt also das Jahr 2019 um 6,5 Millionen Euro besser abschließen, als prognostiziert.

Zu dem guten Ergebnis haben unterschiedliche Einnahmeverbesserungen und sinkende Aufwendungen beispielsweise im Bereich Jugend und Soziales beigetragen. Es konnten aber auch Einsparungen bei den Versorgungsaufwendungen oder bei den Zuschüssen an städtische Töchter erreicht werden. Der Überschuss in Höhe von 2,4 Millionen Euro wird nun in die städtische Ausgleichsrücklage fließen. Dieser „Puffer“ des städtischen Eigenkapitals liegt damit bei dann 24 Millionen Euro. „Das ist eine gute Grundlage für die Zukunft, um insbesondere die Auswirkungen der Corona-Krise abzufedern, wenn das notwendig wird“, blickt der Kämmerer voraus.

Mit dem vorläufigen Jahresergebnis 2019 setzt sich der gute Trend aus den Jahren seit 2015 fort, in denen die Stadt lediglich ein einziges Haushaltsjahr, nämlich 2018, mit einem Defizit abschloss. In diesem Zeitraum gelang es auch, die Liquiditätskredite der Stadt von rund 72 Millionen Euro im Jahr 2014 auf 50 Millionen Euro zum Jahresende 2019 zu senken. Auch die Investitionskredite konnten von 61,8 auf 59,8 Millionen Euro gesenkt werden, obwohl bereits eine erste Millionensumme aus dem Rettungsschirm für das Klinikum Stadt Soest darin enthalten ist. „Wir haben aber nicht nur Schulden abgebaut, sondern gleichzeitig auch viel Geld für die Menschen in unserer Stadt investiert“, betont Dr. Ruthemeyer. So flossen seit 2014 rund 11 Millionen Euro in die Sanierung, Erweiterung und die Ausstattung der städtischen Schulen. Für 8 Millionen Euro wurde in die Kitas investiert, es entstanden zusätzliche Kindertagesstätten für rund 250 Kinder.

Inwieweit die Stadt diesen Handlungsspielraum nun behalten kann, wird der weitere Verlauf der Corona-Krise zeigen. Ob Steuerausfälle Soest treffen und welche Zusatzkosten die Corona-Pandemie vor Ort tatsächlich auslöst, werde frühestens zum Ende des Jahres 2020 absehbar werden. Fest steht zurzeit lediglich, dass die tatsächliche Gewerbesteuerentwicklung nur knapp unter den Erwartungen liegt. „Der breite Branchenmix unserer Unternehmen in Soest hat die Auswirkungen der Corona-Krise bislang vergleichsweise gut überstanden“, urteilt Peter Wapelhorst.