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Hilfsaktion "Nachbar in Not" unterstützte Bedürftige im ersten Halbjahr 2020 mit insgesamt 31.000 Euro

Die Hilfsaktion „Nachbar in Not“ in Soest hat auch im ersten Halbjahr 2020,
das von der Corona-Pandemie und den begleitenden Schutzmaßnahmen geprägt war, die Arbeit für Menschen in Notlagen aufrechterhalten. „Wir haben rund 31.000 Euro für Hilfsmaßahmen ausgezahlt“, berichten die ehrenamtlichen Geschäftsführer Heinz Jungbluth und Sigrid Schöbel. Diese Summe bewege sich auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2019.

„Für die nächsten Monate erwarten wir allerdings eine steigende Zahl von Anträgen“, blickt Heinz Jungbluth voraus. Er geht davon aus, dass sich finanzielle Notlagen, die infolge der Pandemie entstehen, erst verzögert zeigen. So könnten Kurzarbeit und Arbeitsplatzverlust bei den Betroffenen zu Mietrückständen oder anderen Zahlungsschwierigkeiten führen, erläutert er.

Die ehrenamtliche Geschäftsstelle hat es bisher trotz der Einschränkungen infolge der Coronavirus-Schutzmaßnahmen geschafft,
für alle ratsuchenden Soesterinnen und Soester ansprechbar zu bleiben. „Wir haben keine Pause gemacht“, betont Heinz Jungbluth.
Per Smartphone, E-Mail oder mit Vorab-Anmeldung zur Sprechstunde im Rathaus war man erreichbar.

Die Bandbreite der einzelnen Notfälle habe sich durch das Coronavirus indes nicht verändert: Das Gros machen Rückstände bei Mieten oder Energieversorgung aus, darüber hinaus fehlende Mittel für den Ersatz unverzichtbarer Haushaltsgeräte oder für Ferienfreizeiten von Kindern. „Insbesondere die Finanzierung solcher Ferienaktivitäten war uns in diesem Jahr wichtig“, betont Heinz Jungbluth, „weil die sozialen Kontakte durch die Coronavirus-Pandemie gelitten haben.“ Rund 10.000 Euro für 80 Kinder hat die Hilfsaktion dafür aufgewendet. In diesem Zusammenhang erinnert Jungbluth an die Nachricht der jüngeren Vergangenheit über 2,5 Millionen arme Kinder in Deutschland. Jungbluth: „Arme Kinder habe auch arme Eltern“, sagt er, um das wahre Ausmaß betroffener Menschen zu beschreiben.

Der Dank des ehrenamtlichen Geschäftsführer-Duos gilt wie stets den Spenderinnen und Spendern, welche der Hilfsaktion Jahr um Jahr verlässlich die Geldmittel für die Soforthilfen zukommen lassen. „Die Spendenbereitschaft ist nach wie vor sehr groß“, sagt Sigrid Schöbel. „Die Soester haben ein hohes Maß an Solidaritätsempfinden.“

Zu dem wertvollen Kreis der Spender ist nun auch der junge Rotary-Club Soest- Fachwerk gestoßen. Clubpräsident David Bontempi und sein Vorgänger Pastpräsident Andreas Heihoff vertraten den Club bei der offiziellen Spendenübergabe von 4000 Euro im Rathaus.
„Wir möchten den Hilfsansatz von Nachbar in Not unterstützen, und Kinder und Jugendliche sind uns als Empfänger der Hilfe ein besonderes Anliegen“, erklärten die beiden Rotarier. Das Geld stammt aus dem Erlös der „Wundertüten“-Aktion des Clubs im Jahr 2019, bei der Sachspenden von Soester Unternehmen für den guten Zweck verpackt und verkauft worden waren.