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Mit dem SoestTicket für 30 Euro im Monat in ganz Soest Bus fahren

Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer, Sarah Sudhoff (Regionalverkehr Ruhr-Lippe), Lena Fehrmann (AG Stadtplanung der Stadt Soest) und Uwe Dwornik (Klimaschutzbeauftragter der Stadt Soest) stellten das neue SoestTicket am Bustreff Hansaplatz vor.

Für 30 Euro den ganzen Monat lang in Soest Bus fahren – das neue SoestTicket macht es möglich. Zum 1. September 2020 startet das durch die Stadt rabattierte Monatsticket-Abonnement, welches das Busfahren attraktiver machen und auf diese Weise auch dem Klimaschutz dienen soll.

„Soest will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Das schaffen wir nur, wenn viele Menschen bei innerstädtischen Fahrten vom Auto auf den Bus umsteigen, und ein preiswertes Monatsticket ist dazu absolut notwendig“, erklärt Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer die Idee hinter dem neuen Ticket. Die Stadt investiert deshalb zunächst einmal rund 50.000 Euro, um das normale Monatsticket der Regionalverkehr Ruhr-Lippe (RLG), das sonst 47,20 Euro kostet, günstiger zu machen. „Umgerechnet heißt es, dass man mit dem SoestTicket für 1 Euro am Tag Bus fahren kann“, rechnet Sarah Sudhoff vom Verkehrsmanagement der RLG vor.

Und so funktioniert das SoestTicket: Die Bestellung läuft über die Stadt Soest. Interessenten bestellen das SoestTicket-Abo entweder per E-Mail an soestticket@soest.de, telefonisch unter 02921/103-3060 oder über die Website www.soest.de. Bezahlt wird per Lastschrift an die RLG. Die RLG schickt das Ticket den Kundinnen und Kunden zu. Das Ticket ist im gesamten Stadtgebiet inklusive aller Ortsteile im Linienbusverkehr gültig. Mit einem Anschlussticket kann es auch für Fahrten über die Stadtgrenze hinaus genutzt werden. Darüber hinaus berechtigt das SoestTicket dazu, montags bis freitags ab 19 Uhr sowie samstags und an Sonn- und Feiertagen eine weitere Person ab 15 Jahren und bis zu drei Kinder bis 15 Jahre unentgeltlich mitzunehmen. Anstelle von weiteren Personen können auch Fahrräder transportiert werden. Beispielhaft ist es möglich, dass zu den angegebenen Zeiten zwei Personen ab 15 Jahren plus zwei Fahrräder mit dem SoestTicket das Busangebot nutzen.

Die Stadt und die RLG haben vereinbart, das neue Ticket zunächst einmal eineinhalb Jahre lang anzubieten und dann eine Bilanz darüber zu ziehen, welchen Effekt es hat. Für einen erfolgreichen Start wird die Einführung des SoestTickets durch eine Werbekampagne begleitet. Wer das SoestTicket ausprobieren will, kann zur Einführung ab September, Oktober oder November mit einem Schnupperangebot für drei Monate starten. Danach beträgt die Mindestlaufzeit 12 Monate.

„Wir wissen natürlich, dass ein attraktiver Preis alleine den öffentlichen Nahverkehr nicht entscheidend voranbringt. Ein günstiger Fahrpreis nützt mir als Fahrgast nichts, wenn meine Buslinie zu selten fährt oder es gar keine Verbindung zu meinen Wunschzielen gibt“, weiß Dr. Ruthemeyer. Deshalb hat der Rat der Stadt Soest über die Einführung des SoestTickets hinaus auch eine Ausweitung des Linienverkehrs und des AnrufSammelTaxis beschlossen. ?

- Der StadtBus fährt werktags nun auch noch nach 20 Uhr. Bislang war mit der letzten Fahrt vor 20 Uhr Schluss.

- Das AnrufSammelTaxi (AST) fährt ab Haltestelle Bahnhof nun im Viertelstundentakt montags bis freitags zwischen 20.15 und 0.30 Uhr, samstags zwischen 14.15 Uhr und 0.30 Uhr und an Sonn- und Feiertagen zwischen 9.15 Uhr und 0.30 Uhr. Die kürzere Taktung kommt insbesondere Berufspendlern an den Werktagen entgegen.

- Ab Anfang 2021 werden zur besseren Anbindung der Soester Ortsteile Meckingsen, Enkesen, Thöningsen, Hattropholsen, Katrop, Epsingsen, Röllingsen und Paradiese zwei TaxiBus-Linien eingerichtet. Sie fahren montags bis samstags im 120-Minuten-Takt. Fahrgäste können sich telefonisch für diese Fahrten anmelden und zahlen die normalen Ticketpreise. Normale Buslinien lohnen sich mangels Nachfrage nicht für diese Ortsteile, doch das Bestellsystem des TaxiBusses vermeidet unnötige Leerfahrten.

Für das SoestTicket und die Angebotsausweitung als Sofortmaßnahmen zur Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Nahverkehrs hat der Rat der Stadt Soest 200.000 Euro bereitgestellt. „Wir haben bei der Entwicklung dieser Maßnahmen gemeinsam mit dem Kreis Soest und der RLG auch die Anregungen aus Bürgervorschlägen zum Klimaschutz berücksichtigt“, sagt Dr. Ruthemeyer. Insbesondere die Verbesserung des ÖPNV wurde von Bürgerinnen und Bürgern und aus dem Kreis des Fahrgastforums immer wieder als wirksame Maßnahme für einen besseren Klimaschutz genannt.

MIt folgendem Link geht es zur Bestellung des SoestTickets: