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18 Sofortmaßnahmen und ein Masterplan für das klimaneutrale Soest des Jahres 2035

Der Rat der Stadt Soest hat 2019 beschlossen, dass Soest bis 2035 klimaneutral werden soll. Die Stadt setzt zwar bereits seit 2009 Klimaschutzmaßnahmen um, doch es bedarf zusätzlicher Anstrengungen, um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen. Mit einer Sofortmaßnahmenliste und dem Entwurf für einen Masterplan Klimapakt legt die Verwaltung nun dem Rat ein Paket vor, das darstellen soll, wie aus der Idee Taten werden.

„Der Masterplan Klimapakt wird beschreiben, wo wir in Sachen CO²-Emissionen stehen und in welchen Bereichen wir bis 2035 wie intensiv aktiv werden müssen, damit wir unsere CO²-Neutralität 2035 erreichen können“, erklärt Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer.
„Ein koordiniertes Vorgehen ist entscheidend für unseren Erfolg“, betont er. „Es reicht nicht, sich für das Jahr 2035 ein Ziel zu setzen, und dann Jahr für Jahr einen bunten Strauß an Klimaschutzmaßnahmen zu realisieren, ohne dass wir wissen, ob diese Maßnahmen überhaupt wirksam zur CO²-Reduzierung beitragen oder ob es nicht effizientere Möglichkeiten gibt.“ Der finale Masterplan soll Ende des Jahres vorliegen und dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt werden. 
 
Dass Soest nicht bei null anfängt, betont der Technische Beigeordnete der Stadt Soest, Matthias Abel: „Im Durchschnitt lagen 2015 die bilanzierten Emissionen von Treibhausgasen pro Einwohner in Deutschland bei 8,9 Tonnen, in NRW bei 14,7 Tonnen und in Soest erheblich darunter, nämlich bei 7,2 Tonnen.“ Dabei ist schon berücksichtigt, dass die Stadtwerke Soest als Tochterunternehmen der Stadt ihre Endkunden schon seit Jahren ausschließlich mit Öko-Strom versorgt. Klimaneutralität würde bedeuten, dass Soest bis zum Jahr 2035 den Pro-Kopf-Ausstoß auf 2 Tonnen CO² reduzieren muss.
 
Federführend für den Masterplan Klimapakt ist Uwe Dwornik, Klimaschutzbeauftragter der Stadt und Leiter der vierköpfigen Geschäftsstelle Klimaschutz, die eigens aufgebaut wurde, um die notwendigen Personalressourcen für das Megathema zu haben. Die Geschäftsstelle hat einerseits ein Netzwerk zu örtlichen und auswärtigen Experten aufgebaut, um eine objektive Datenbasis für den Weg von Soest zur klimaneutralen Stadt zu erhalten. Andererseits wurden alle Klimaschutzvorschläge zusammengetragen und analysiert, welche von Bürgerinnen und Bürgern, Gruppen und politischen Parteien gekommen sind.
 
Im Ergebnis legt die Verwaltung dem Rat nun eine Liste von 18 Sofortmaßnahmen vor, deren Umsetzung noch in diesem Jahr beginnen soll. Es sind Fördermaßnahmen für den Fahrradverkehr enthalten wie zusätzliche Stellplatzanlagen und Zuschüsse für den Kauf von Lastenrädern, darüber hinaus der Ausbau des Busangebotes, Fassadenbegrünungen, Baumpflanzungen, und energiesparende Straßenbeleuchtung. Als Ergänzung sind Bürgerinformationen vorgesehen. „Es genügt nämlich nicht, dass nur die Stadt und ihre Tochterunternehmen ihr Engagement intensivieren. Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe für alle, deshalb müssen wir die Bürgerinnen und Bürger motivieren und darüber aufklären, sich selber daran zu beteiligen“, betont Dr. Ruthemeyer.