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Stadt Soest startet neue Online-Plattform für Bürgerbeteiligung

Bürgerbeteiligung hat in Soest eine lange Tradition. Die Partizipation an Planungen und Projekten wird von den Menschen in der Stadt geschätzt und von der Verwaltung immer weiter ausgebaut. Pro Jahr führt die Stadt rund 50 Bürgerbeteiligungen durch – von der geschlossenen Anliegerversammlung bei Straßenausbauplanungen über die Einsicht in Bebauungsplanverfahren bis hin zu Bürgerwerkstätten wie im Falle der Wallsanierung. Nun kommt eine weitere Form hinzu: die Online-Beteiligungsplattform www.mitdenken-soest.de

„Wir möchten den Bürgerinnen und Bürgern eine zusätzliche Möglichkeit bieten, sich zu beteiligen, und die Transparenz von Planungsverfahren noch einmal steigern“, erklärt Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer die Motivation.
Für Soest als Digitale Modellkommune und Smart City lag es nahe, dieses Ziel in einem digitalen Format umzusetzen. „Großstädte haben solche Beteiligungsplattformen schon, aber unter den Mittelstädten sind wir damit nun ganz vorne dabei.“ Deshalb hat die Bürgerbeteiligungsbeauftragte der Stadt Soest, Brigitte Sliwa, das neue Format explizit so entwickelt, dass es auf andere Klein- und Mittelstädte übertragbar ist.

Und so funktioniert www.mitdenken-soest.de
  • Aktuelle Beteiligungsverfahren werden auf der Website dargestellt. Bürgerinnen und Bürger können ihre Meinung in ein Formular schreiben, ein Projekt bewerten oder über unterschiedliche Lösungen abstimmen. Auch die Diskussion über die Meinungen anderer Nutzer wie in sozialen Medien ist möglich.
  • Ein zweiter Baustein der Website sind Informationen über alle laufenden städtischen Planungsverfahren – also auch solche, bei denen die Bürgerbeteiligung bereits abgeschlossen ist.
  • In einem dritten Modul bietet die Stadt einen Anliegen-Melder. Hier können die Soesterinnen und Soester Hinweise auf Schlaglöcher, Graffitischmierereien oder defekte Verkehrsschilder abgeben, und zwar mit Hilfe einer Karte sehr standortgenau. Anschließend zeigt das System fortlaufend an, wie weit das Anliegen schon bearbeitet ist.
 
Die Benutzung der Plattform ist grundsätzlich ohne Registrierung möglich. „Wir möchten ein sehr niederschwelliges Angebot geben, damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger mitmachen“, erklärt Brigitte Sliwa. Bei ausgewählten Verfahren wird allerdings eine Registrierung verlangt werden, beispielsweise um bei Votings Doppelabstimmungen zu vermeiden. 

Zum Start der Beteiligungsplattform geht es um ein neues Spielgerät auf dem Spielplatz im Stadtpark. Ein Großspielgerät muss erneuert werden und die Verwaltung möchte wissen, ob die Soesterinnen und Soester als Ersatz ein Spielschiff wie auf dem neuen Gräftenspielplatz am Brunowall bevorzugen oder einen Kletterparcours mit Baumhaus. Bei der Abstimmung dürfen Eltern auch sehr gern ihre Kinder, die eigentlichen Experten in Sachen Spielgeräte, um Hilfe fragen. Die Beteiligung an diesem Auswahlprozess ist ab Dienstag, 16. Juni 2020, freigeschaltet. Dr. Ruthemeyer ist gespannt auf die Zahl der eingehenden Meinungen und auf die Entscheidung in dieser Frage. „Unser Ziel ist es wie bei allen Planungen, gemeinsam mit den Bürgern die bestmögliche Lösung zu erzielen.“