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Verbesserung für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige durch das 21. Pandemiegesetz

Das Bundesgesundheitsministerium hat aktuell das „Zweite Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ erlassen. In der Pflege gibt es durch dieses Gesetz erneute Verbesserungen für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige.

Wilko Lebkücher als trägerunabhängiger Pflegeberater der Stadt Soest weiß, dass durch die Vielzahl von Verordnungen die Versorgungslage schwer zu durchschauen ist. Er möchte aber informieren, dass Betroffene durch dieses 2. Pandemiegesetz von spürbaren Verbesserungen bis zum 30. September 2020 profitieren können. Das betrifft die Pflegezeit, den monatlichen Entlastungsbetrag und die Hilfsmittelpauschale.

  • Pflegende Angehörige haben durch das neue Gesetz im Rahmen der Pflegezeit das Recht, bis zu 20 Tage (zuvor: 10 Tage) von der Arbeit fern zu bleiben, wenn coronabedingt die Organisation der Pflege durch eine Pflegekraft ausfällt oder die bisherige Hilfsinstitution ihr Angebot nicht mehr aufrechterhalten kann. Der Anspruch auf das Pflegeunterstützungsgeld wird ebenfalls auf 20 Tage erweitert.
  • Der Entlastungsbetrag nimmt bei den Neuerungen eine dominierende Rolle ein. Jeder Pflegebedürftige, der einen Pflegegrad hat, kann für Betreuungsleistungen monatlich bis zu 125,00 Euro von seiner Pflegekasse bekommen. Diese Leistung wird nicht pauschal, sondern nur aufgrund eingereichter Rechnungen gewährt. Dieser Anspruch ist flexibel einsetzbar. Neben den Betreuungsleistungen kann er auch für die sogenannten „Hotelkosten“ für Unterkunft und Verpflegung bei der Tages- und Kurzzeitpflege eingesetzt werden. Lebkücher: „Die wenigsten wissen, dass dieser monatliche Anspruch nicht verfällt, wenn man ihn nur teilweise oder auch nur hin und wieder in Anspruch genommen hat.“ Bisher war es möglich, neben den laufenden Leistungen nicht verbrauchte Gelder aus dem vergangenen Jahr noch bis zum 30. Juni 2020 in Anspruch zu nehmen. Durch das neue Gesetz wurde diese Frist noch bis zum 30. September 2020 verlängert. Der Soester Pflegeberater rät, einfach bei der Pflegekasse nachzufragen, welche Gelder noch verfügbar sind. 
  • Lebkücher: „Auch bei der Hilfsmittelpauschale, die zum Beispiel für Schutzmaterial und Desinfektionsmittel gewährt wird, gibt es Änderungen. Die Pauschale wird bis zum 30. September 2020 von monatlich 40 Euro auf 60 Euro erhöht. Diese Erhöhung gilt rückwirkend zum 1. April 2020.“

Weitere Auskünfte zu diesen Themen erteilt der städtische trägerunabhängige Pflegeberater Wilko Lebkücher im Soester Rathaus in der Innenstadt, Am Vreithof 8. Er ist telefonisch unter 02921/103-2201 und per E-Mail unter w.lebkuecher@soest.de erreichbar.