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Stadt Soest setzt Strategie zur Klimafolgen-Anpassung fort und nimmt an dem Prozess European Climate Adaption Award teil

Für die Stadt Soest haben Maßnahmen für den Klimaschutz und zur Anpassung an bereits absehbare Folgen der Klimaerwärmung eine jahrelange Tradition.
So nimmt Soest schon seit 2009 an dem europaweiten European-Energy- Award-Programm (eea) teil, um koordinierte und effiziente Klimaschutzaktivitäten umzusetzen. Aufgrund der positiven Erfahrungen mit diesem Programm, in dem Soest 2019 die höchste Auszeichnung in Gold errang, steigt die Stadt nun auch beim Thema Klimafolgen-Anpassung in einen strukturierten und auf Jahre angelegten Prozess ein: Soest gehört zu den ersten teilnehmenden Kommunen des frisch aufgelegten und ebenfalls europaweiten European-Climate-Adaption-Award- Programms (eca). Damit kann Soest nun mit Hilfe von Experten passgenaue Maßnahmen entwickeln, um die Auswirkungen von beispielsweise Starkregen oder Hitzewellen in der Stadt abzumildern.

„Der Einstieg in den eca-Prozess ist aber kein Start bei Null, sondern wir setzen unseren Weg zur Klimafolgenanpassung nur mit mehr Schwung als bisher fort“, betont Uwe Dwornik. Er ist Klimaschutzbeauftragter der Stadt Soest und leitet die Geschäftsstelle Klimaschutz, welche auch den Klimafolgenanpassungsprozess steuert. In der Geschäftsstelle betreut Rainer Wolf den eca-Prozess. „Der Rat der Stadt hat bereits 2016 ein Klimafolgen-Anpassungskonzept beschlossen“, erklärt Wolf. „Bis heute sind daraus 26 Maßnahmen umgesetzt worden.“ Als Beispiele nennt er die Freilegung weiterer Soestbach-Abschnitte, die Planung von Regenrückhalte- und Regenspeicheranlagen oder die Verwendung heller Oberflächen im Straßen- und Gebäudebereich.

Doch insbesondere für die Megathemen der Klimafolgenanpassung – steigende Temperaturen und Starkregenereignisse – sind zusätzliche Anstrengungen nötig. Die entsprechenden Potenziale wird die Verwaltung nun mit Hilfe der Beratungsagentur „Energielenker“ im eca-Prozess ermitteln. Es handelt sich um eine bewährte Zusammenarbeit. Die „Energielenker“ begleiteten Soest bereits im eea-Programm.

„Die Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels betrifft die gesamte Gesellschaft“, erklärt Reiner Tippkötter von den Energielenkern die Dimension der Herausforderung. „Landwirte und Gartenbesitzer müssen sich auf Hitze und Trockenheit einstellen, Hausbesitzer ihre Immobilie gegen Überflutungen schützen, außerdem haben steigende Temperaturen Folgen für die Gesundheit und große Wassermengen Auswirkungen auf das Abwassersystem einer Kommune.“ Im eca- Prozess werden die Verwaltung und die Energielenker nun fortlaufend analysieren, wie gut Soest schon auf die Klimafolgen vorbereitet ist und wie die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger noch besser werden können. Die Analyse sowie Maßnahmenvorschläge werden den politischen Gremien zur Entscheidung vorgelegt.

Uwe Dwornik, Rainer Wolf und Reiner Tippkötter sind davon überzeugt, dass die Teilnahme am eca der richtige Weg zum Erfolg ist. Soest könne einerseits von erfolgreichen Strategien in anderen teilnehmenden Kommunen profitieren und zum zweiten mit eigenen Erfolgsideen auch anderen Städten Impulse geben. Am Ende soll Soest auch im eca-Prozess eine Gold-Auszeichnung erreichen.