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Gestaltungsbeirat empfiehlt Weiterführung der Entwürfe für Neubauten an der Werkstraße und an der Thomästraße

Der Gestaltungsbeirat der Stadt Soest hat die Investorenentwürfe für zwei Neubauten in der Innenstadt grundsätzlich befürwortet und empfohlen, auf Grundlage der vorgelegten Entwürfe die weitere Planung der Projekte fortzusetzen. Die Beratung des Gestaltungsbeirats fand am 16. April 2020 im Rahmen einer Videokonferenz statt, da eine persönliche Zusammenkunft des Gremiums infolge der Coronavirus-Schutzmaßnahmen nicht möglich war.

Bereits zum zweiten Mal befasste sich der Gestaltungsbeirat mit einem Neubau an der Thomästraße auf einer zurzeit als Parkplatz genutzten Fläche neben der früheren Gaststätte „Anno 1888“. Es handelt sich um einen sehr prominenten Standort zwischen zwei Baudenkmälern. Der Investor legte dem Gestaltungsbeirat insgesamt vier unterschiedliche Entwürfe für den Neubau vor, in dessen Erdgeschoss eine gewerbliche Nutzung vorgesehen ist. In den Obergeschossen sollen Wohnungen entstehen. Die Straßenfassade dieser Entwürfe ist jeweils etwa 1 Meter von der Straßenkannte zurückgesetzt und orientiert sich an der straßenseitigen Gebäudelinie der Thomästraße 6. Die Grundrisse sind in drei Nutzungseinheiten aufgeteilt, der Zugang zur Tiefgarage mittels Autolift erfolgt von der Thomästraße aus.

Der Gestaltungsbeirat sprach sich für eine Weiterentwicklung des Entwurfs 2 aus. Dabei handelt es sich um ein Mansarddach-Gebäude mit abgewalmter Dachfläche zur Thomästraße 6, ehemaliges „Anno“. Durch das abgewalmte Dach wird Rücksicht auf dieses Nachbargebäude genommen. Die Kubatur des Neubaus ist angelehnt an die Kubatur des Gebäudes Thomästraße 2 und setzt den architektonischen Stil fort. Insbesondere von der ruhigen Fassadengestaltung war der Gestaltungsbeirat überzeugt und regte an, die Fassade in einer hohen Materialqualität zu gestalten.

Zweiter Beratungspunkt des Gremiums war der Neubau des „Haus des Bauens“ an der Werkstraße, ein Bürogebäude für Ingenieurbetriebe am nördlichen Ausgang des Soester Bahnhofs. Der Entwurf sieht ein viergeschossiges, energetisch CO²- neutrales Gebäude mit aufgesetzem Staffelgeschoss vor. Das mehrgeschossige Eingangsfoyer liegt in Ostseite des Gebäudes. Die Westseite hat eine offene Fensterfassade, die Nord- und Südfassaden sind unter anderem aus Schallschutzgründen geschlossener und mit nur wenigen kleinen Fensterbändern gestaltet. Durch seine abgerundete Südseite mit vollflächiger Rankhilfe für Begrünung wirkt der Baukörper organisch.
Im Inneren ist die Architektur darauf ausgerichtet, eine maximale Flexibilität der Bürozuschnitte zu ermöglichen. Der Gestaltungsbeirat stimmte der anspruchsvollen Planung grundsätzlich zu. Er empfahl aber eine Reduktion der gestalterischen Elemente und der Fassadenmaterialität zu einem „schlüssigen Ganzen“.

Entwurfsskizze der Thomästraße
Entwurfsskizze der Werkstraße