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Photovoltaikanlage am Aldegrever-Gymnasium wächst auf eine Leistung von 15 Kilowatt

Schon seit 2004 befindet sich auf einem Flachdach der Europaschule Aldegrever-Gymnasium eine Photovoltaikanlage und produziert Strom.
Die Zentrale Grundstückswirtschaft (ZGW) der Stadt Soest und die Stadtwerke Soest GmbH erweitern diese Anlage nun im Rahmen eines Pacht-Modells auf eine Leistung von mehr als 15 Kilowatt Peak. „Im Zuge des Klimaschutzes sind zudem weitere neue Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden geplant“, kündigt Matthias Abel, Technischer Beigeordneter der Stadt und Leiter der ZGW an.

Schulleiter Martin Fischer sowie Madita Hartmann und Aaron Gefeke von der Schülervertretung freuen sich über das kleine Stromkraftwerk auf dem Dach ihrer Schule. Das Engagement für mehr Klimaschutz ist ein gemeinsames Ziel der Schulleitung und der Schülerschaft. „Es ist schön, dass etwas Konkretes für den Klimaschutz passiert“, sagen die Schülervertreter.

Die bestehende Photovoltaikanlage auf dem Aldegrever-Gymnasium wurde 2004 durch den Förderverein der Schule errichtet. Sie hat eine Leistung von 5,8 kWp. Der produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die zusätzliche Anlage wird 9,76 kWp leisten,
diese Leistung wird allerdings vom Gymnasium selber genutzt werden. „Wirtschaftlich nutzbar sind Photovoltaikanlagen zurzeit aufgrund der niedrigen EEG-Vergütung nur für den Eigenbedarf“, erklärt Matthias Abel.

Mit der Anlage auf dem Schuldach wollen die ZGW und die Soester Stadtwerke eine gemeinsame Erfolgsgeschichte schreiben. Die ZGW vermietet bereits seit 1997 städtische Dächer für Photovoltaikanlagen. Aktuell gibt es 11 Standorte. Aufgrund der gesunkenen EEG-Vergütung sind in den zurückliegenden fünf Jahren allerdings keine weiteren Vermietungsanfragen mehr bei der ZGW eingegangen. Deshalb gab der Betriebsausschuss der ZGW 2018 grünes Licht für eine neue Strategie: Über ein Pacht-Modell mit den Stadtwerken kann die ZGW nun Photovoltaik-Anlagen zur Eigenstromnutzung bauen. „Bei diesem Modell planen, bauen, warten und betreiben die Stadtwerke die Anlage. Wir helfen den Kunden damit, CO² und Kosten einzusparen“, erläutert Sascha Winkelmann, Abteilungsleiter Energiedienstleistungen der Stadtwerke. Der Contracting-Partner – in diesem Fall die ZGW - pachtet die Anlage von den Stadtwerken und nutzt den erzeugten Strom für den Eigenbedarf. Nach Vertragsende gehört der ZGW die Anlage.

„Unser Fahrplan sieht vor, dass weitere Anlagen auf den Dächern der Kita Lülingsohr und auf dem neuen Stadtteilzentrum im Soester Süden installiert werden“, kündigt Matthias Abel an. Darüber hinaus prüfen ZGW und Stadtwerke im Rahmen des Soester Klimapakts, welche bestehenden Gebäude sich zusätzlich eignen. Dabei spielen die Statik, die Orientierung der Dächer, ihre Neigungswinkel,
die Verschattung wesentliche Rollen. Außerdem will die ZGW die elf bestehenden Anlagen auf den vermieteten Dächern möglichst übernehmen, wenn die Mietverträge auslaufen. Matthias Abel: „Der Ausbau der Photovoltaik ist ein weiterer Baustein für mehr Klimaschutz, neben der seit Jahren laufenden energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden.“