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Uferpflanzen und Wasserlebewesen beleben den renaturierten Soestbach

Die „Wiederbelebung“ des Soestbachs im Abschnitt zwischen Aldegreverwall und Feldmühlenweg ist im vollen Gange. Im Zuge aktuell laufenden Renaturierung dieses Bereiches werden nun die Uferbereiche mit Wasserröhrich, Wasserbunge und weiteren standortgerechten Arten bepflanzt. Die Tierwelt hat das Gewässer ohnehin schon wieder zurückerobert. Immer wieder sind große Mengen an Wasserflöhen zu sehen, es gibt flache Gewässerbereiche als „Kinderstube“ für Stichlinge und auch die Bachforellen können wieder bachaufwärts Richtung Innenstadt schwimmen.

Noch in diesem Sommer werden auch wieder die Bürgerinnen und Bürger ihren Soestbach an diesem Abschnitt genießen können. „Anfang August werden wir die Renaturierung abschließen“, kündigt Alfred Koll von der Abteilung „Straßen, Gewässer, Grün“ der Kommunalen Betriebe Soest AöR (KBS) an. Der Termin der offiziellen Eröffnung wird noch rechtzeitig bekannt gegeben. Schon jetzt sind aber die großen abgestuften Uferböschungen aus Grünsandstein erkennbar, auf denen die Menschen künftig idyllisch am Gewässerrand sitzen können. Zusätzliche Bänke sollen ebenfalls aufgestellt werden. Ein Blickfang wird sicher die kleine Insel mitten im Bach sein, die es so bislang nicht gab. Sie ist aus dem alten Ufer des früher viel schmaleren Soestbachs herausgeformt worden. Auf diese Weise konnten der Ahorn und die Esche auf der Insel erhalten bleiben.

Der Soestbach zwischen Aldegreverwall und Feldmühlenweg ist der letzte Abschnitt des Gewässers, den die KBS aus ihrer Betonrinne befreien und renaturieren. Auf einer Länge von 300 Metern kann sich der Bach künftig wieder in einem breiteren Bett schlängeln. Außerdem erhalten die Ufer neue Anpflanzungen. Für die Planung zeichnen das Ingenieurbüro Stelzig und das Ingenieurbüro Klein verantwortlich, die Umsetzung vor Ort leistet die Bauunternehmung Knoche – König – Trippe.

Die Kosten für den letzten Teilabschnitt der Renaturierung des Soestbachs in der Innenstadt betragen rund 550.000 Euro, wobei die Stadt Soest 80 Prozent der Mittel als Landesförderung im Rahmen der EU-Wasserrahmenrichtlinie erhält. Aufgrund der Arbeiten am Bachbett ist der Fuß- und Radweg Am Soestbach im Bereich der Baustelle weiterhin vorübergehend gesperrt.