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Stadt Soest will die Rahmenbedingungen für den Fahrradverkehr weiter verbessern

Im aktuellen Fahrradklimatest 2018 des ADFC ist die Stadt Soest mit der Schulnote 3,6 bewertet worden und damit rund eine Schulnote schlechter als die bestplatzierte Stadt Baunatal. In der Einschätzung der 177 Teilnehmenden an dieser nicht repräsentativen Befragung ist Soest damit um 0,6 Punkte im Vergleich zum Fahrradklimatest 2016 abgerutscht.

„Mit dem Ergebnis können wir nicht zufrieden sein. Soest wurde schlechter bewertet als vor zwei Jahren, auch wenn wir uns im besten Drittel der bewerteten Städte zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern bewegen. Die Stadt hat aber einen höheren Anspruch“, beurteilt der Technische Beigeordnete Matthias Abel dieses Ergebnis. Laut ADFC belegt Soest beim Fahrradklimatest Rang 55 von bundesweit 311 Städten zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnern.

Auffällig ist, dass die Fahrrad-Infrastruktur in Soest trotz weiterer Verbesserungen schlechter bewertet wurde als vor zwei Jahren.
„Die Fahrradfahrer werden also offenbar kritischer und ihre Erwartungen steigen“, sagt Matthias Abel. Dies zeigt auch der Blick auf die Ergebnisse anderer Städte.

Die Stadt hat in den zurückliegenden Jahren an der Stärkung der Fahrradinfrastruktur gearbeitet. Maßnahmen wie der Bau eines Radwegs am Paradieser Weg oder die Ausweisung zusätzlicher Fahrradstraßen in Jakobi- und Nöttenstraße und im Windmühlenweg waren aber zum Zeitpunkt der Befragung im Herbst 2018 noch nicht fertiggestellt. „Weitere Maßnahmen sind bereits in der Planung“, sagt Matthias Abel. So soll ab 2020 ein Radweg auf der ehemaligen Bahntrasse der WLE vom Nottebohmweg bis zur Pengel-Anton-Route am Seidenstückerweg gebaut werden. Eine Erweiterung der Abstellanlagen am Bahnhof ab 2020 ist vorgesehen. Die Optimierung von Radstrecken aus den Ortsteilen in die Innenstadt oder in der Innenstadt selber ist ebenfalls in der Vorbereitung.

Der Technische Beigeordnete betont gleichzeitig, dass einzelne kritisch bewertete Punkte nicht durch die Stadt alleine verändert werden können. Dies betrifft beispielsweise den Zustand des Radwegs entlang der Ringstraße, wo StraßenNRW als Straßenbaulastträger in der Verantwortung ist.

„Das Ziel der Stadt Soest als fahrradfreundliche Stadt bleibt, die Rahmenbedingungen für Fahrradfahrer Schritt für Schritt zu verbessern“, betont der Technische Beigeordnete. „Die Ergebnisse des Klimatests werden wir in den weiteren Planungen im Auge haben.“
Die Verwaltung geht davon aus, dass sich dies beim nächsten Klimatest auf das Ergebnis auswirken wird. Erfreulich wäre es, wenn dann aber auch die Zahl der Teilnehmenden steigt, um die Aussagekraft der Ergebnisse zu steigern.