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Jakobistraße, Nöttenstraße und Windmühlenweg werden zu Fahrradstraßen

In Soest werden drei Straßen neu als Fahrradstraße ausgewiesen. Dabei handelt es sich um die stadteinwärts führende Jakobistraße, die stadtauswärts führende Nöttenstraße und den Windmühlenweg im Bereich zwischen Lübecker Ring und Brunowall. Für Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer bringt die Regelung ein Sicherheitsplus: Sie sind dort gegenüber Kraftfahrzeugen bevorrechtigt.
Im Alltag bedeutet das: Der Fahrradverkehr diktiert das Tempo. Autos dürfen Fahrradfahrer nicht bedrängen und nicht überholen. Fahrräder dürfen außerdem nebeneinander fahren. Grundsätzlich liegt die zugelassene Höchstgeschwindigkeit in Fahrradstraßen bei 30 km/h.

Im Falle der Jakobistraße und der Nöttenstraße ersetzt die neue Regelung die bisherige Mittelspur für den Fahrradverkehr. Diese im Alltag bewährte Führung der Fahrradfahrer in der Fahrbahnmitte musste auf Anweisung des Bundesverkehrsministeriums entfernt werden, da sie der Straßenverkehrsordnung widerspricht, weil sie einerseits gegen das Rechtsfahrgebot verstößt und weil andererseits die Markierung dauerhaft von Kraftfahrzeugen überfahren wurde. In der Fahrradstraße dürfen die Radler künftig allerdings wie bisher in der Fahrbahnmitte fahren.
Damit sie außerdem Abstand zu den rechts parkenden Autos halten und vor unerwartet sich öffnenden Autotüren geschützt sind, erhalten die Jakobistraße und die Nöttenstraße am rechten Fahrbahnrand gestrichelte Sicherheitstrennstreifen, die rund 70 Zentimeter von den Parkbuchten und den so genannten „Dooring“-Zonen entfernt sind. Große Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn links dieser Sicherheitstrennstreifen zeigen eindeutig, wo die Radler sicher unterwegs sind.

Die Ausweisung einer Fahrradstraße im Windmühlenweg soll insbesondere die Sicherheit der radfahrenden Schülerinnen und Schüler verbessern. Denn der Windmühlenweg ist im Abschnitt zwischen Brunowall und Lübecker Ring ein wichtiger Schulweg. Die Neuregelung stärkt allerdings den Fahrradverkehr auf dieser Achse insgesamt. Auch hier schützen Sicherheitstrennstreifen den Fahrradverkehr vor „Dooring“-Unfällen.

Mit der Demarkierung der alten Fahrbahnmarkierungen auf der Jakobistraße und der Nöttenstraße ist am Mittwoch, 3. April, begonnen worden. Die Neumarkierung soll ab Donnerstag, 4. April, durchgeführt werden. Allerdings ist dazu trockenes Wetter nötig, so dass die Arbeiten kurzfristig verschoben werden könnten. Für die Dauer der Maßnahme sind die Jakobistraße und Nöttenstraße jeweils vorübergehend voll gesperrt. Der Windmühlenweg bleibt trotz der Markierungsarbeiten befahrbar.