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Kampfmittelräumdienst prüft Verdachtspunkt auf dem Osthofenfriedhof

Auf dem Osthofenfriedhof wird der Kampfmittelräumdienst am 11. und 12. April einen Verdachtspunkt daraufhin prüfen, ob sich möglicherweise ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden befindet. Für die Besucherinnen und Besucher des Friedhofs besteht in diesem Zeitraum keine Gefahr. Sie können wie gewohnt die Grabstätten ihrer Verstorbenen besuchen und pflegen. Allerdings können an den beiden genannten Tagen keine Bestattungen, Trauerfeiern und Abschiednahmen auf dem Osthofenfriedhof stattfinden. Die örtlichen Bestattungsunternehmen wurden darüber informiert.

Sollte tatsächlich ein Blindgänger gefunden werden, wird der Osthofenfriedhof kurzfristig geschlossen werden müssen, damit der Kampfmittelräumdienst eine Entschärfung durchführen kann. Die Leitung dieser Maßnahme würde dann wie üblich bei der Abteilung Ordnungsangelegenheiten der Stadt Soest liegen. Auf den Ortsteilfriedhöfen sind Bestattungen allerdings am 11. und 12. April weiterhin möglich.

Die Sondierung findet vor dem Hintergrund statt, dass bei der Auswertung von Luftbildaufnahmen insgesamt 14 Verdachtspunkte auf dem Osthofenfriedhof entdeckt wurden, an denen möglicherweise noch Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg liegen, die nicht explodierten. Aus Rücksichtnahme auf die Verstorbenen und die Angehörigen werden die Verdachtspunkte erst nach Ablauf der jeweiligen Ruhezeiten weiter untersucht. Zwei Stellen wurden bereits 2018 überprüft, wobei keine Blindgänger gefunden wurden. Nun folgt die Untersuchung eines dritten Verdachtspunktes.

Für die weiteren Verdachtspunkte gilt weiterhin, dass aus Sicherheitsgründen auf den nun geschlossenen Grabstellen keine neuen Bestattungen, keine Umbettungen und auch keine tieferen Grabungen stattfinden dürfen.

Die Kommunalen Betriebe Soest AöR als Betreiber des Friedhofs hatten dieses Vorgehen schon 2017 mit den von der Teilschließung betroffenen Angehörigen abgestimmt und auch einvernehmlich Entschädigungsregelungen getroffen.