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Digitale Technik soll die Soester Innenstadt noch attraktiver machen

Die Innenstadt von Soest soll mit den Möglichkeiten der Digitalisierung noch attraktiver werden. So lautet eines der Ziele, die sich Soest als Digitale Modellkommune in NRW gesetzt hat. Digitale Technik kann vielfältig eingesetzt werden: Sie kann den Verkehr optimieren, den Aufenthalt für Touristen angenehmer machen oder den Einzelhandel stärken. Welche Einsatzwecke
sich tatsächlich lohnen, berät die Verwaltung derzeit mit Akteuren aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen. Zu dem jüngsten Workshop traf sich eine hochkarätig besetzte Runde im Rittersaal des Burghofmuseums. Führungskräfte der Stadt, Professoren von Hochschulen der Region und anderer Forschungseinrichtungen (Fraunhofer) sowie Vertreter des Kreises Soest, der regionalen Verkehrsgesellschaften, der Unternehmensverbände DZM und IHK und lokale Einzelhändler und Unternehmer debattierten über bestehende Ideen und regten neue Projekte an.

Die Stadt stellte in der Runde erstmals die bereits angelaufenen Einzelprojekte der Digitalen Modellkommune Soest vor. Die Reaktion der Teilnehmenden darauf war äußerst positiv. Unter anderem befinden sich folgende Vorhaben in der Umsetzung:

- Im Bereich E-Government läuft der Ausbau der Online-Bürgerservices über die Website soest.de. Formulare, Anträge, Kommunikation mit der Stadt – all das soll zukünftig digitaler sein.
- Für das Projekt „Big Bird Westfalen“ hat das Land NRW bereits Fördergelder bewilligt.  Es geht um bargeld- und kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone im Öffentlichen Personennahverkehr. Busse werden so ausgestattet, dass sie per Bluetooth Passagiere registrieren können.
- Das Projekt „3D-Stadtmodell“ richtet sich insbesondere an Handwerker und Architekten. Sie sollen künftig mittels eines 3D-Modells der Stadt und der darin liegenden Daten neue intelligente Planungsprozesse durchführen können.

Wesentlich kontroverser diskutierte der Workshop die Chancen eines digitalen Soester Stadtportals, welches online Informationen und Dienstleistungen bündelt. Darüber hinaus formulierte die Runde auch klare Anforderungen an die Datensicherheit künftiger Anwendungen.

Jörg Radandt, Projektleiter der Digitalen  Modellkommune bei der Verwaltung,  beurteilt die Ergebnisse des Workshops sehr positiv:
„Die Diskussion war sehr hilfreich für unsere weitere Arbeit. Wir nehmen die Ergebnisse mit in die Arbeitsgruppen“, kündigt er an.
„Wir sind mit vielen Anträgen schon in der Bewilligungs- oder Begutachtungsphase beim Ministerium für Wirtschaft, Digitalisierung und Energie NRW. Jetzt geht es in die Phase der Konkretisierung und Beantragung der weiteren Ideen sowie der Beteiligung der Bevölkerung und Politik und in die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit.“

Hintergrund:

Soest ist eine von 5 digitalen Modellkommunen in NRW. Neben Soest sind das noch Aachen, Gelsenkirchen, Paderborn und Wuppertal. Ziel des bis 2021 laufenden Projektes ist die Entwicklung innovativer Projekte mit Strahlkraft für Land und Region, die für andere Städte als Vorbild in Sachen Digitalisierung dienen sollen.

Damit keine technischen Insellösungen entstehen, sondern praktisch übertragbare Vorhaben mit Mehrwert, arbeitet die Stadt Soest
eng mit ihren am Projekt beteiligten kommunalen Partnern zusammen. Für die Region Südwestfalen sind dies der Kreis Soest sowie die Städte Iserlohn und Lippstadt.

Im Rahmen des Gesamtprojekts werden zwei Oberthemen bearbeitet: E-Government und Digitale Stadtentwicklung, wobei letztere sich
in fünf Handlungsfelder gliedert:  Mobilität, Gesundheit, Bildung, Attraktive Innenstadt, Infrastruktur.

Die aktuellen Projektideen sind auf der Website soest.de der Stadt Soest einsehbar in der Rubrik „Bürgerservice & Politik“ unter „Soest digital“.