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Soester "Gloria" erklingt an Heiligabend in würdigem Rahmen ohne laute Töne und störendes Licht

Am Heiligabend, kurz vor 19 Uhr, verlöschen die Lichter auf dem Petrikirchhof im Herzen der alten Hansestadt. Im Dunkeln stehen Tausende von Menschen. Erwartungsvoll blicken sie auf den Turm der Petrikirche. Dort, auf dem 40 Meter hohen Turmumgang, leuchten Laternen. Wenn dann die sieben Schläge der Kirchturmuhr verhallt sind, beginnt die wohl schönste aller Soester Weihnachtsfeiern:
das Soester „Gloria“.

Rund 50 Sängerinnen und Sänger des Archigymnasiums stimmen ein altes Weihnachtslied an. Mehr als drei Jahrhunderte hat dieser Brauch überlebt. Das Soester „Gloria“ ist die älteste ökumenische Veranstaltung überhaupt. Für einen echten Soester beginnt das Weihnachtsfest gar erst, wenn Gesang und Posaunenklänge vom Turm der Petrikirche verhallt sind. Das „Gloria“ erklingt im zweimaligen Wechsel mit dem Choral „Dies ist der Tag, den Gott gemacht“ nach einem viermaligen Umgang.

Das Soester „Gloria“ ist eine Veranstaltung der leisen Töne. Deshalb bittet die Stadtverwaltung auch im Interesse der Akteure alle Besucher, keine laute Unterhaltung unter dem Turm zu pflegen. Auch Applaus ist weder üblich noch gar erwünscht. „Man kommt still und man geht still“, so ist es Tradition. Dies gilt natürlich auch für Touristen und Besucher, die das Soester „Gloria“ längst als Heiligabend- Attraktion entdeckt haben.

Zwischen etwa 18.55 und 19.15 Uhr sollte auch die Straßen- und Kirchplatzbeleuchtung ausgeschaltet sein. Autofahrer sollten in dieser Zeit den nördlichen Petrikirchplatz weder anfahren noch befahren.