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Pflegebedürftige können noch bis Jahresende Entlastungsbeträge der Jahre 2015 und 2016 beanspruchen

Pflegedürftige mit den Pflegegraden 1 bis 5 können unter bestimmten Voraussetzungen noch bis zum 31. Dezember 2018 rückwirkend Entlastungsbeträge aus den Jahren 2015 und 2016 in Anspruch nehmen. Darauf weist Wilko Lebkücher, trägerunabhängiger Pflegeberater der Stadt Soest, hin.

„Der Entlastungsbetrag ist bei den Betroffenen nicht immer bekannt und wird nur selten richtig in Anspruch genommen“, sagt Wilko Lebkücher. Es handelt sich um eine Kostenerstattung der Pflegekassen. Pflegebedürftigen steht ein Budget von bis zu 125 Euro
monatlich zu. Damit werden ganz bestimmte durch Betreuungsleistungen entstandene und nachgewiesene Kosten ersetzt.

Betroffene können nun Entlastungsbeiträge aus den Jahren 2015 und 2016, die sie noch nicht in Anspruch genommen haben,
bis Jahresende 2018 zusätzlich zu den laufenden Entlastungsbeträgen beantragen. Denn diese Gelder sind noch nicht verfallen.
„Die Pflegekassen erteilen Auskünfte über die Höhe der Restmittel“, erklärt Wilko Lebkücher. Es könnten ganz schnell eine Menge
Euros zusammen kommen, die bis zum Jahresende die tägliche Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen noch sehr erleichtern.

Die gesetzliche Grundlage für diese Regelung findet sich im Pflegestärkungsgesetz III. Demnach können noch nicht verbrauchte Entlastungsbeträge beansprucht werden

- von Pflegebedürftigen der Pflegegrade 2 bis 5 für den ambulanten Pflegedienst im Bereich der Selbstversorgung,
- beim Pflegegrad 1 für Leistungen der Pflegedienste im Bereich Körperpflege,
- für Unterbringungs- und Verpflegungskosten der Tages- und Kurzzeitpflege,
- für niedrigschwellige Entlastungsleistungen von anerkannten Institutionen.

Der laufende monatliche Entlastungsbetrag wird nicht pauschal abgerechnet und überwiesen. Pflegebedürftige müssen die Rechnungen also jeweils bei ihrer Pflegekasse einreichen und um Erstattung bitten.

Für weitere Informationen steht der Pflegeberater der Stadt Soest Wilko Lebkücher im Rathaus in der Innenstadt zur Verfügung.
Er hat sein Büro im Zimmer 3.12 in der 2. Etage und ist telefonisch unter 02921/103-2201 erreichbar