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Gespräche über Museums- und Gedenkstättenkonzept für Block 3 sind auf einem guten Weg

Während die Arbeiten zur Erschließung des Belgischen Viertels auf dem ehemaligen Gelände der Adam-Kaserne begonnen haben,
sind auch die Gespräche über ein künftiges Museum und eine Gedenk- und Begegnungsstätte im Kasernenblock 3 auf einem guten Weg.
Zwar ist es nicht gelungen, wie ursprünglich geplant bis zum 10. August ein umfassendes Kooperationskonzept für diesen besonderen Ort zu formulieren, das auf dem Grobkonzept des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe basiert und um ein Raum-, Finanz- und Betreiberkonzept ergänzt ist. Doch die Beteiligten halten an diesem Ziel fest. Nur der Zeitplan wurde aktualisiert.

„Das Konzept soll nun zur Sitzung des Kulturausschusses im November zu politischen Beratung vorliegen“, betonen Werner Liedmann und Johanna Schulte- Drüggelte (Geschichtswerkstatt französische Kapelle), Burkhard Schnettler und Klaus Wehmeyer (Belgisches Museum) sowie Peter Wapelhorst, Erster Beigeordneter der Stadt Soest, einmütig. Entsprechende Gespräche zu dem Grobkonzept, das Dr. Ulrike Gilhaus vom LWL entwickelt hatte, laufen regelmäßig und in konzentrierter Atmosphäre weiter.

Der Öffentlichkeit war das Grobkonzept des LWL am 19. Juni 2018 vorgestellt worden. Es sieht eine deutende historische Ausstellung über die Geschichte der Kolonel-BEM-Adam-Kaserne in Bezug auf den jeweiligen zeitlichen Kontext vor. Dabei sollen neben der Französischen Kapelle und der belgischen Garnisonszeit auch die weiteren Opfergruppen des Dritten Reiches sowie die Folgenutzungen der Kaserne einbezogen sein. Ferner ist allen Beteiligten die Fortführung des Ortes als NS-Gedenkstätte und internationale Begegnungsstätte wichtig.

Hintergrund der Beratungen ist der Beschluss des Rates der Stadt Soest, der die ehrenamtlichen Vereine der beiden Museen dazu aufgefordert hatte, ein Konzept für ein museales Angebot im Dachgeschoss des Blocks 3 vorzulegen. Mit seinem Grobkonzept machte
der LWL den Vereinen ein Angebot für die weiteren Gespräche. Nunmehr diskutieren die Vertreter der Geschichtswerkstatt französische Kapelle und des belgischen Museums darüber, wie auf Grundlage dieses integrativen Konzepts die Sichtbarkeit der jeweiligen Vereinsarbeit weiter gewährleistet werden kann. Die Verwaltung beteiligt sich unterstützend an den Gesprächen.
Am Ende des Prozesses wird der Rat darüber entscheiden, ob und wie ein Konzept für das Museum einschließlich Gedenk- und Begegnungsstätte im Block 3 realisiert wird.