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Bürgerbeteiligung zur Lärmkartierung von Hauptverkehrsstraßen

Für das Soester Stadtgebiet liegt jetzt eine so genannte Lärmkartierung vor. Diese Karte bildet Lärmwerte an Autobahnen,  Bundes- und Landesstraßen im Stadtgebiet ab. Die Bürgerinnen und Bürger können diese Lärmkartierung ab sofort im Internet oder im Rathaus II der Stadt Soest einsehen. Insbesondere Bürgerinnen und Bürger, die an diesen Hauptverkehrsstraßen wohnen, können sich somit  informieren, wie stark sie von Umgebungslärm durch hohes Verkehrsaufkommen betroffen sind.

Im Internet ist die Lärmkartierung unter der Adresse www.umgebungslaerm.nrw.de zu finden. Im Rathaus II, Windmühlenweg 21,
können Interessierte die Lärmkarten in der Abteilung Stadtentwicklung noch bis zum 7. September 2018 zu den üblichen Öffnungszeiten einsehen. Ansprechpartner ist Alfons Tubes, Zimmer 2.11, Telefon 02921-103 3100, E-Mail: a.tubes@soest.de.
Er nimmt auch Fragen oder Anregungen zu dieser Lärmkartierung entgegen.

Die Lärmkartierung erfasst in Soest die Autobahn 44, die B 229 Arnsberger Straße, die Bundesstraße B 475 (im Bereich Lühringsen,),
den gesamten Verlauf der ehemaligen B 1 (heute L 969 und B 229) und die L 670 (Kölner Ring). Erfasst wurden die Lärmwerte durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW. Bei der aktuellen Veröffentlichung handelt es sich um die Ergebnisse der 3. Stufe der Lärmkartierung aus dem Jahre 2017.
Den Hintergrund der Lärmkartierung bildet die EU-Umgebungslärmrichtlinie 2002/49/EG. Sie verfolgt das Ziel, ein europaweites Konzept zur Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm festzulegen, um schädliche Auswirkungen und Belästigungen durch Umgebungslärm zu verhindern. Als Maßnahme zur Erreichung dieses Zieles erfolgt eine umfassende Lärmkartierung, die alle fünf Jahre wiederholt wird.
Die Umgebungsrichtlinie gibt auch vor, dass mit Hauptverkehrsstraßen nur Bundesautobahnen, Bundes- und Landesstraßen gemeint sind, deren Verkehrsaufkommen über 8.250 Kfz am Tag liegt. Untergeordnete städtische Straßen werden dabei nicht erfasst, auch wenn deren Verkehrsaufkommen den Schwellenwert überschreiten würde.

Ist bei einer Lärmkartierung festgestellt worden, dass eine nicht unwesentliche Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern durch den Umgebungslärm beeinträchtigt wird, so hat die Gemeinde die Pflicht, eine Lärmaktionsplanung aufzustellen.
Die in Soest erfassten Straßen sind allerdings keine städtischen Straßen, sondern sie stehen in der Verantwortung des Landesbetriebs Straßen.NRW. Maßnahmen des Lärmschutzes an diesen Straßen erfolgen durch den Landesbetrieb auf der Grundlage spezifischer gesetzlicher Grundlagen. Dies bedeutet, dass die Stadt Soest nur geringe Möglichkeiten hat, im Zuge einer Lärmaktionsplanung den Verkehr auf den genannten klassifizierten Straßen direkt zu beeinflussen. Allerdings kann durch Maßnahmen des Verkehrsentwicklungsplanes der Verkehr im Soester Stadtgebiet insgesamt vermindert und damit der Verkehrslärm reduziert werden.

Ferner können auf dem o.g. Umgebungslärmportal die Ergebnisse der Lärmkartierung an Haupteisenbahnstrecken eingesehen werden. Dies betrifft den  Abschnitt Soest der Strecke Hamm – Paderborn. Auch diese Lärmkarten können in der Abteilung Stadtentwicklung eingesehen werden. Im Bereich des Schienenverkehrslärms liegt die Verantwortung beim Eisenbahnbundesamt, erreichbar unter  www.EBA.Bund.de