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Erfolgreiche Maßnahmen zur Verhinderung des Nestbaus von Saatkrähen an Konfliktstandorten

Mehrere Wochen lang hat der Kommunalbetrieb im Auftrag der Stadt Soest den Nestbau von Saatkrähen an besonderen Konfliktstandorten im Stadtgebiet verhindert. Teilweise täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, entfernten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kommunalbetriebes händisch Nestfragmente aus Baumkronen, damit die Saatkrähen dort keine neuen Brutnester anlegen konnten. Aus Sicht der Stadt Soest waren die Maßnahmen, für die es eine Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Soest bis einschließlich Freitag, 13. April, gab, erfolgreich.

Eine erste Auswertung am Montag, 16. April, zeigte, dass die betreffenden Bäume frei von Nestern gehalten werden konnten. Dieses erste Ergebnis wird nun zusammen mit den Erkenntnissen über die weitere Entwicklung der Brutkolonien eingehender ausgewertet werden.

Die Maßnahmen gegen den Nestbau fanden unter anderem in hygienisch besonders sensiblen Bereichen statt wie an einem Eiscafé am Markt sowie an einem Café am Lübecker Ring. Weitere Nestfragmente wurden im Bereich Clarenbachpark in einem etwa 15 Meter breiten Bereich am nördlichen Rand entlang der Wohnbebauung, am Bahnhofsvorplatz aus Bäumen über den Fahrradabstellflächen, an der direkten Verbindung vom Bahnhofsvorplatz zur Fußgängerzone, im Bereich Walburger Unterführung und entlang der Wege in die Innenstadt entnommen.

Die Saatkrähen sind eine per EU-Recht geschützte Vogelart. Bei dem beschriebenen Vorgehen handelt es sich jedoch um Maßnahmen, welche der Stadt Soest durch die Untere Landschaftsbehörde ausschließlich für die genannten Standorte genehmigt worden waren. Der Kreis Soest erkennt in dieser Genehmigung die Argumente der Stadt Soest an, dass es zur Entfernung der Nester an den genannten Stellen keine Alternative gibt, um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Deshalb seien die Maßnahmen mit dem Artenschutz zu vereinbaren, zumal die Gesamtpopulation der Saatkrähen in Soest dadurch nicht gefährdet wird.