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Stadt Soest entfernt Nestfragmente von Saatkrähen an besonderen Konfliktstandorten

Die Stadt Soest hat von der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Soest die Genehmigung erhalten, den Nestbau von Saatkrähen an mehreren besonders konfliktträchtigen Stellen im Stadtgebiet zu verhindern. Diese Maßnahmen führen Mitarbeiter des Kommunalbetriebs nun bis zum Beginn der Eiablage, maximal bis zum 13. April 2018 durch. Indem das Nistmaterial aus den Baumkronen entfernt wird, will die Stadt die Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch Lärm und Schmutz verringern.

Beantragt und genehmigt wurden folgende Maßnahmen:

Im Bereich Clarenbachpark wird der Nestbau in einem etwa 15 Meter breiten Bereich am nördlichen Rand entlang der Wohnbebauung gestört. Weitere Nestfragmente werden am Bahnhofsvorplatz aus Bäumen über den Fahrradabstellflächen, im Bereich Walburger Unterführung und entlang der Wege in die Innenstadt entnommen. Das soll dazu führen, dass die Saatkrähen ihre Nistplätze aus den Rändern ins Innere dieser Kolonien verlagern. Außerdem werden die Nistversuche in Bäumen am Markt über dem Eiscafé und am Lübecker Ring neben einem Café entfernt. Hier soll das Entstehen neuer Kolonien in diesen hygienisch besonders sensiblen Bereichen verhindert werden.

Die Stadt Soest wird auch einen neutralen Fachbiologen als Berater hinzuziehen, um vor Ort sicherzustellen, dass das eventuell bereits einsetzende Brutgeschäft der Saatkrähen nicht verbotswidrig gestört wird.

Die Saatkrähen sind eine per EU-Recht geschützte Vogelart. Die Untere Landschaftsbehörde erkennt in ihrer Genehmigung der Maßnahmen aber die Argumente der Stadt Soest an, dass es zur Entfernung der Nester an den genannten Stellen keine Alternative gibt, um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Deshalb seien die Maßnahmen mit dem Artenschutz zu vereinbaren, zumal die Gesamtpopulation der Saatkrähen in Soest dadurch nicht gefährdet wird.

In den Wintermonaten hatte der Kommunalbetrieb bereits Altnester an den genannten Koloniestandorten entfernt. Daneben setzt die Stadt das Zählen der Nester und sowie den Aufbau von Nistangeboten außerhalb des besiedelten Stadtgebietes fort.