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Tipps für den umweltschonenden Umgang mit Streusalz

Der Winter hat mit seinen Schneelandschaften durchaus romantische Seiten. Eis und Frost können die Stimmung aber trüben, wenn sie Rutschgefahr auf Straßen und Wegen verursachen. In vielen Fällen lässt sich der Schnee durch Schneeschaufel oder Fegen entfernen. Um die Sturzgefahr bei Frost zu verringern, streuen viele Grundstückseigentümer anliegende Gehwege - aus Unwissenheit oder aus Gewohnheit - immer noch mit Streusalz. Doch gerade dieses ist erheblich für Umweltschäden verantwortlich, insbesondere für Schäden an Bäumen und Sträuchern. Das Streusalz belastet auch Bäche und Flüsse und damit letztendlich unser Trinkwassers.

In Soest ist es laut Straßenreinigungssatzung grundsätzlich verboten, auf Gehwegen Salz zu streuen. Ausnahmen sind klimatische Extremfälle (Eisregen) sowie verkehrswichtige und gefährliche Stellen (z. B. Treppen, Rampen, Brückenauf- oder –abgänge, starke Gefälle bzw. Steigungsstrecken oder ähnliche Gehwegabschnitte). Aber auch in diesen Fällen sollten die Anwender das Streusalz sparsam dosieren. Ein voller Esslöffel Streusalz reicht für etwa einen Quadratmeter Fläche. Baumscheiben und begrünte Flächen dürfen gar nicht mit Salz oder sonstigen auftauenden Materialien bestreut werden. Deshalb darf auch kein Schnee, der Streusalz enthält, auf diese Flächen geschoben werden.

Umweltberaterin Maria Kroll-Fiedler empfiehlt den Bürgerinnen und Bürgern als Ersatz für Streusalz beim privaten Winterdienst salzfreie, abstumpfende Mittel - wie Sand, Kies, Splitt oder Granulat ohne chemische Beimischungen (Produkte mit dem Zeichen Blauer Engel). Optimal kommen diese Mittel zum Einsatz, wenn das Gröbste mit Besen oder Schneeschieber beseitigt ist. Nach dem Abtauen empfiehlt es sich, die Streugutreste bald wegzufegen. Bei weiteren Fragen können sich die Bürgerinnen und Bürger an die Umweltberatung der Stadt Soest wenden: Maria Kroll-Fiedler, Telefonnummer 103-3333, erreichbar montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr.