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Vortrag analysiert Wilhelm Morgners bekanntes Selbstbildnis im Gehrock

Das bekannte Selbstbildnis im Gehrock und Zylinder von Wilhelm Morgner steht im Mittelpunkt eines Vortrages, den Dr. Bärbel Cöppicus-Wex am Donnerstag, 5. Oktober, im Museum Wilhelm Morgner halten wird. Der Titel der Veranstaltung, die um 19.30 Uhr beginnt, lautet „Zur Dekonstruktion von Bürgerlichkeit“.

Der junge Mann schaut auf seinen Betrachter hinab. Die Mimik schwankt zwischen Arroganz und Ironie. Die Körperhaltung ist steif, unnahbar, geziert. Angetan mit Gehrock, Anzugsweste und Zylinder nimmt Wilhelm Morgner, Soester Künstler und Bürgerschreck, Haltung an. Die Forschung ist sich einig, dass der jugendliche, aus bescheidenen Verhältnissen stammende Morgner diese Toilette kaum selbst besaß und dass es sich hier um eine bewusst gewählte „Verkleidung“ handelte. Doch erschöpft sich die Bedeutung dieses Selbstbildnisses im gängigen „Kostümargument“ oder steckt mehr dahinter? Welche Symbolik verband sich mit der Gesellschaftskleidung bürgerlicher Männer? Diesen und anderen Fragen geht Dr. Bärbel Cöppicus-Wex in ihrem Vortrag anlässlich der aktuellen Ausstellung „Wilhelm Morgner und die Junge Kunst in Soest“ nach. Die Referentin zieht die Selbstbildnisse und Porträts zahlreicher anderer Künstler der Moderne von Franz Lenbach bis Max Beckmann heran und setzt sie mit Morgners Selbstbildnis in Beziehung.

Alle Interessenten sind eingeladen ein in Soest wohlbekanntes Bild neu zu betrachten. Der Eintritt ist frei.