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Neues Schuldach ist gut für das Soester Klima

Vertreter der Zentralen Grundstückswirtschaft Soest, der Stadtverwaltung, der Sekundar- und der Hansa-Realschule, des Herstellers und des Dachdeckerunternehmens stellten die klimaschonende Dachsanierung an der Soester Sekundarschule vor.

Das Dach des Schulgebäudes von Sekundarschule und Hansa-Realschule in Soest leistet nun einen aktiven Beitrag für ein besseres Klima in der Stadt. Im Rahmen der Gebäudesanierung hat die Zentrale Grundstückswirtschaft (ZGW) der Stadt dem Flachdach eine Dachhaut spendiert, die schädliche Stickoxide aus der Luft filtert und in Nitrate umwandelt. Mit ihrer hellen Beschichtung reduziert diese Haut außerdem die Hitzereflektion und damit die Erwärmung der Luft.

Die ZGW setzt damit an dem Schulgebäude ein Ziel des Klimafolgenanpassungskonzepts der Stadt Soest um: Bei Sanierungen sollen städtische Gebäude so umgebaut werden, dass sich die Veränderungen positiv auf das Klima auswirken. „Bei der Sekundarschule war die Gelegenheit günstig“, erklärt Tobias Trompeter von der ZGW, immerhin habe das Dach eine Fläche von 1300 Quadratmetern und die neue Beschichtung einen entsprechenden Effekt. Die Baumaßnahme lief in den Sommerferien. Projektpartner war das Werner Unternehmen „Icopal GmbH“, von der die zukunftsweisende Dachhaut stammt.

Pünktlich zur Fertigstellung des Dachs kamen deshalb Frank Zengler und Sebastian Bülau von Icopal nach Soest und stiegen dem Schulgebäude aufs neue Dach – gemeinsam mit Thomas Nübel (Abteilungsleiter Bildung und Sport der Stadt Soest), Ulrich Günther (Klimaschutzbeauftragter der Stadt Soest), den Schulleitern Rainer Drubba (Hansa-Realschule) und Jörg Fitzian (Sekundarschule) sowie Nicole Temme (ZGW).

Unterhalb des Daches hat die ZGW die Sanierung des Ostflügels fortgesetzt und in diesem Zuge das 2. Obergeschoss für die Nutzung durch die Sekundarschule hergerichtet. Wie bereits in zwei weiteren Etagen, die in den beiden zurückliegenden Jahren für das pädagogische Konzept der Sekundarschule umgebaut wurden, verfügt das 2. OG nun über neu aufgeteilte Klassenräume mit jeweils angehängten separaten Lernstudios. Für ein gutes Raumklima sorgen nun eine neue Lüftungsanlage, eine modernisierte Heizung und schallabsorbierende Decken. Die Beleuchtung ist auf Energieeffizienz getrimmt worden. Eine zeitgemäße EDV-Vernetzung ermöglicht zukunftsfähiges Lernen mit neuen Medien wie Whiteboards. Insgesamt senken diese Maßnahmen die künftigen Bewirtschaftungskosten.

Für die diesjährige Sanierung und den Umbau hat die ZGW 900.000 Euro aufgewendet. Das Land NRW förderte das Projekt mit Mitteln aus dem Programm „Gute Schule“. Im nächsten Jahr, voraussichtlich in den Osterferien 2018, wird der 4. Bauabschnitt an der Sekundarschule folgen. Er soll unter anderem den Einbau eines Aufzuges im Sinne der Inklusion sowie Arbeiten im 1. Obergeschoss des Ostflügels umfassen.