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Sprach-Historiker des LWL erkunden in Soest die Verwendung der Sprache durch die Reformatoren

Die Kommission für Mundart- und Namenforschung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) tagt am 18. und 19. Mai 2017 in Soest. Thema des zweitägigen Kolloquiums ist "Die westfälischen Reformatoren und ihre Sprachen". Im Kern gehen die Forscher der Frage nach, auf welche Weise und zu welchem Zweck die Reformatoren die damaligen Volkssprachen verwendet haben.

Unstrittig ist, dass die Volkssprachen auch in Westfalen mit der Reformation einen völlig neuen Stellenwert erlangten. So vermittelte die bekannte Bibelübersetzung Martin Luthers dem einfachen Volk Glaubensinhalte auf eine seinerzeit völlig neue Art und Weise. Der Einsatz der mittelniederdeutschen Sprache geschah jedoch auch als Instrument der glaubenspolitischen Auseinandersetzung. Im Rahmen des Kolloquiums verknüpfen die Teilnehmer sprachhistorische und landeskundliche Fragestellung.

Die Mitglieder der Kommission bieten der interessierten Öffentlichkeit an zwei Tagen einen Vortrag und ein Kolloquium im Rahmen dieser Thematik an. Die Teilnahme an den beiden Veranstaltungen ist kostenfrei.

Am 18. Mai beginnt um 19 Uhr im Burghofmuseum Soest, Burghofstraße 22, Dr. Christian Fischers Vortrag "Daniel von Soest".

Am 19. Mai findet das Kolloquium "Die Westfälischen Reformatoren und ihre Sprache" ab 9 Uhr im Museum Wilhelm Morgner mit folgendem Ablauf statt: ?

- 9 Uhr: Begrüßung und Einführung ?

- 9.20 Uhr Prof. Dr. Werner Freitag: „Stationen der Stadtreformation im Spiegel niederdeutscher Quellen“ ?

- 10 Uhr: Dr. Norbert Nagel: „Zur Sprache der Schriften des münsterischen Reformators Bernhard Rothmann“ ?

- 11.20 Uhr: Dr. Robert Peters: „ ... vnse gewontlike duytzsche sprake vnuerachtet hebben ...“ - Zur Sprache der Soester Reformatoren ?

- 12 Uhr: Prof. Dr. Hermann Niebaum: „ ... dat dat hillighe evangelium hier by uns in der stadt Oßenbrugk mochte recht unde reine geprediget werden...“ - Zur Reformation in Stadt und Stift Osnabrück

Veranstalter des Kolloquiums sind die Stadt Soest und die LWL-Kommission für Mundart- und Namensforschung. Sie hat die Aufgabe, die sprach- und literaturwissenschaftliche Erforschung Westfalens durch Untersuchungen und Sammlungen zu fördern. Im Mittelpunkt stehen die niederdeutschen Mundarten Westfalens und die westfälische Namenlandschaft. Zur Website der Kommission geht es hier.