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Stadt Soest entfernt Saatkrähennester an einzelnen Standorten

Die Stadt Soest hat von der Unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Soest die Genehmigung zur Entnahme von Saatkrähen-Nestern an mehreren besonders konfliktträchtigen Stellen im Stadtgebiet erhalten. Die im Dezember 2016 beantragten Vergrämungsmaßnahmen können nun bis zum Beginn der Eiablage, maximal bis zum 31. März 2017 durchgeführt werden. Durch das Entfernen der Nester will die Stadt die Belastung der Bürgerinnen und Bürger durch Lärm und Schmutz verringern.

Beantragt und genehmigt wurden folgende Maßnahmen:

- Im Bereich Clarenbachpark werden Nester aus einem etwa 15 Meter breiten Bereich am nördlichen Rand entlang der Wohnbebauung entfernt. Weitere Nester werden am Bahnhofsvorplatz aus Bäumen über den Fahrradabstellflächen und entlang der Wege in die Innenstadt entnommen. Das soll dazu führen, dass die Saatkrähen ihre Nistplätze aus den Rändern ins Innere dieser Kolonien verlagern.

- Außerdem werden einzelne Nester aus Bäumen am Kindergarten und Spielplatz Gotlandweg, am Markt über dem Eiscafé und am Lübecker Ring neben einem Café entfernt. Hier soll das Entstehen neuer Kolonien in diesen besonders sensiblen Bereichen verhindert werden.

Die Saatkrähen sind eine geschützte Vogelart. Die Untere Landschaftsbehörde erkennt in ihrer Genehmigung der Vergrämungsmaßnahmen aber die Argumente der Stadt Soest an, dass es zur Entfernung der Nester an den genannten Stellen keine Alternative gibt, um die Bürgerinnen und Bürger zu entlasten. Deshalb seien die Maßnahmen mit dem Artenschutz zu vereinbaren, zumal die Population der Saatkrähen durch diese Maßnahme nicht gefährdet wird. Die Stadtverwaltung hatte die Beseitigung der Nester an den genannten Standorten bereits im Ausschuss für Umwelt-, Klima- und Naturschutz am 17. November 2016 vorgeschlagen. Neben der Entfernung der Nester werden das Zählen der Nester und das Beobachten der Soester Saatkrähenpopulation fortgesetzt.