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Falsche Befüllung der Bio-Tonnen soll verringert werden

Rainer Wolf (links) und Axel Sandow vom Kommunalbetrieb der Stadt Soest mit einer falsch befüllten Bio-Tonne. Kunststofftüten gehören hier nicht hinein.

Mit unterschiedlichen Maßnahmen werden die Kommunalen Betriebe Soest AöR (KBS) ab Anfang Februar versuchen, die Sortierqualität des Abfalls in den Bio-Tonnen zu verbessern. Dabei geht es insbesondere darum, dass weniger Fremdstoffe in die Bio-Tonne gelangen. "Kunststofftüten, Restmüll, Glas Bauschutt und Verpackungen gehören nicht in die Bio-Tonne", fasst Axel Ruster, Leiter des Kommunalbetriebs, die Bitte an die Bürgerinnen und Bürger zusammen.

Geplant sind nun umfangreiche Informationen für die Haushalte über das richtige Befüllen der Grünen Tonne. Notfalls wird die Müllabfuhr falsch befüllte Bio-Tonnen aber auch stehen lassen.

Die Bio-Tonne wurde 1995 im gesamten Kreisgebiet eingeführt. Aus dem gesammelten Bio-Müll wird Kompost hergestellt. "Die Sortiergenauigkeit war am Anfang sehr gut", beschreibt Rainer Wolf vom Soester Kommunalbetrieb die Erfahrungen aus früheren Jahren. Mittlerweile hat die Sortiergüte allerdings nachgelassen. Es landen immer mehr Fremdstoffe in der Bio-Tonne. Damit aus dem Inhalt der Grünen Tonnen unter diesen Bedingungen noch Kompost entstehen kann, müssen die "Störabfälle" mit hohem Aufwand und mit hohen Kosten aussortiert werden. Der Kreis Soest als Betreiber der Kompostanlagen hat deshalb die Kommunen aufgefordert, Maßnahmen zur Verbesserung der Sortierqualität vorzunehmen.

In Soest steht an der Spitze dieser Maßnahmen die Information der Haushalte. Welche Abfälle dürfen in die Bio-Tonne, welche auf keinen Fall? Der Abfallkalender enthält bereits diese Hinweise. "Wir hoffen, dass wir auf diese Weise das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger für eine saubere Sortierung erhöhen können", erklärt Rainer Wolf. Die zentrale Botschaft lautet: In die Bio-Tonne gehören nur kompostierbare Abfälle. Das sind:

- Küchenabfälle wie Gemüse-, Salat- und Obstreste, verdorbene Nahrungsmittel (ohne Verpackung), Speisereste (auch gekocht)

- Gartenabfälle wie Blumen, Rasenschnitt, Laub

- Zum Einwickeln können Zeitungspapier oder Papiertüten verwendet werden.

Nicht in die Grüne Tonne dürfen:

- Müllbeutel und Tragetaschen aus Kunststoff, auch keine kompostierbaren Bio-Folienbeutel, weil diese sich in den Kompostanlagen nicht schnell genug zersetzen und deshalb trotzdem aussortiert werden müssen.

- Kunststoffverpackungen

- Restmüll wie Windeln, Katzenstreu, Hundekot, Zigarettenkippen, Ofenasche

- Glas

- Bauschutt.

Zusätzlich zu der Bürgerinformation führen die Mitarbeiter des Kommunalbetriebs ab 6. Februar bei der Abfuhr der Bio-Tonnen Sichtkontrollen durch. Entdecken sie falsch befüllte Tonnen, werden diese nicht geleert. Stattdessen bekommen die Tonnen einen Hinweisaufkleber. Darauf steht, weshalb die Tonne nicht geleert wurde und was die Nutzer nun unternehmen können. "Die falschen Abfälle können bis zur nächsten Bio-Müll-Abfuhr aussortiert werden", erklärt Axel Ruster. "Oder der Inhalt der Bio-Tonne wird über die Restmülltonne entsorgt. Als dritte Möglichkeit kann die Bio-Tonne kostenpflichtig bei der Restmüllabfuhr geleert werden. In diesem Fall müssen sich die Benutzer vorher beim Kommunalbetrieb melden."

Grüne Tonnen, die immer wieder falsch befüllt werden, zieht der Kommunalbetrieb notfalls ab und ersetzt sie – ebenfalls kostenpflichtig - durch Restmülltonnen.

Wer Fragen zum Befüllen oder Sauberhalten der Bio-Tonne hat, kann sich an das Abfall-Servicetelefon der ESG des Kreises Soest wenden (02921/353-111) oder auf der Internetseite www.esg-kreis-soest.de nachsehen