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Kommunen tauschen Erfahrungen über Saatkrähen aus

Zu einem Erfahrungsaustausch haben sich am Donnerstag, 27. Oktober 2016, im Rathaus von Holzwickede Vertreter der Verwaltungen von Städten und Gemeinden aus ganz Nordrhein-Westfalen getroffen, in deren jeweiligen Gebieten größere Populationen von Saatkrähen leben. Viele betroffene Kommunen suchen seit Jahren nach wirksamen Maßnahmen, um die Schäden und Beeinträchtigungen auf ein vertretbares Maß zurückzuführen, insbesondere für die direkten Anlieger größerer Kolonien dieser besonders geschützten Vogelart. Es folgten sowohl Städte vom Niederrhein wie auch aus der Börde und aus Ostwestfalen der Einladung der Stadt Soest zu diesem Treffen. Eingeladen waren ferner Vertreter von Fachbehörden der Kreise sowie das Landesamt für Natur- und Umweltschutz.

Da es sich um das erste Treffen dieser Art handelte, stand in erster Linie ein umfangreicher Erfahrungsaustausch auf der Tagesordnung, den es in dieser Form bisher nicht gegeben hatte. Den Beginn bildete der Überblick über die Größe der einzelnen Saatkrähen-Populationen. Anschließend schilderten die Teilnehmer das Ausmaß der Schäden und die Beschwerden aus der Bevölkerung. Es sind insbesondere der Lärm und der Kot der Saatkrähen, die für Unmut sorgen. Das Treffen bot dann die Gelegenheit, verschiedene, in den Kommunen erprobte Maßnahmen und deren Wirkungen miteinander zu diskutieren. Die Bandbreite dieser Maßnahmen reicht von akustischen Vergrämungen unterschiedlicher Art über das Herausnehmen von Nestern aus den Bäumen bis hin zu gezielten Umsiedlungsversuchen. Auch Maßnahmen zur Konfliktvermeidung wurden besprochen. Die Teilnehmer waren sich darin einig, dass die Wirkung vieler Maßnahmen begrenzt ist, da Saatkrähen sehr anpassungsfähige Vögel sind und auf neue Situationen schnell reagieren.

Die Vertreter der Kommunen waren sich abschließend darüber einig, dass sie die Zusammenarbeit und den Erfahrungsaustausch in Zukunft fortführen und verbessern werden. Auch das Landesumweltministerium solle in die Diskussion um dieses Thema stärker einbezogen werden.