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Pflegeratgeber liegt jetzt in aktualisierter Fassung vor

Der umfassende "Pflegeratgeber" der Stadt Soest ist jetzt in einer neuen, aktualisierten Ausgabe erhältlich. Die 158-seitige Broschüre geht insbesondere auch auf die Veränderungen des Pflegestärkungsgesetzes 2 ein, die einerseits zum 1. Januar 2016 bereits gültig geworden sind und andererseits zum 1. Januar 2017 noch folgen werden. Daneben bietet der neue Pflegeratgeber die bekannten, praxisnahen Tipps und Erklärungen für Pflegebedürftige und pflegende Personen.

"Zu den wichtigen Neuerungen des aktuellen Pflegegesetzes zählt die Einführung der "Übergangspflege"", erklärt Wilko Lebkücher, der als trägerunabhängiger Pflegeberater der Stadt den Ratgeber geschrieben hat. Die Übergangspflege füllt eine bisherige Versorgungslücke für Pflegebedürftige, die nach einem Krankenhausaufenthalt pflegebedürftig werden, aber noch keine gültige Pflegestufe besitzen. Seit dem 1. Januar 2016 können nun auf ärztliche Anordnung Haushaltshilfe, häusliche Krankenpflege oder Kurzzeitpflege in Anspruch genommen und über die Krankenkasse abgerechnet werden.

Ebenfalls haben pflegende Angehörige seit Jahresbeginn einen Anspruch auf Pflegekurse und Pflegeberatung.

Verbesserungen gibt es auch bei der Inanspruchnahme der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege: Bisher war die Zuzahlung des hälftigen Pflegegeldes jeweils auf maximal vier Wochen begrenzt, künftig kann das hälftige Pflegegeld für den gesamten Leistungszeitraum in Anspruch genommen werden.

Mit dem 1. Januar 2017 wird ferner eine Systemumstellung von vier Pflegestufen auf fünf Pflegegrade in Kraft treten. Damit gelten neue Rahmenbedingungen für die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit. "Die Selbstständigkeit der Pflegebedürftigen spielt dann die entscheidende Rolle; das Zählen der Hilfeminuten entfällt", erklärt Wilko Lebkücher. Insbesondere Einschränkungen, die durch Demenz entstehen, werden stärker berücksichtigt.

Durch den Pflegegrad 1 wird eine weitere Versorgungslücke geschlossen. Hier erhalten Menschen, die noch keinen erheblichen Unterstützungsbedarf haben, zum Beispiel eine Pflegeberatung, Zuschüsse zur Anpassung des Wohnumfeldes, Hilfsmittel und Leistungen der allgemeinen Betreuung. Der Pflegeratgeber widmet sich darüber hinaus den Verbesserungen beim Versicherungsschutz für Pflegepersonen und beim Eigenanteil an den Pflegekosten bei Heimunterbringung.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger erhalten den Pflegeratgeber für 5 Euro bei der trägerunabhängigen Pflegeberatung der Stadt Soest, Wilko Lebkücher, Rathaus I, Zimmer 3.12, Telefon 103-2201.