Startseite Stadtplan Impressum
RSS abonnieren Tweet me An Facebook senden

Experten diskutieren über Wohnungsbau in Soest

Die aktuelle Situation auf dem Soester Wohnungsmarkt sowie die künftige Wohnungsbaupolitik in der Stadt standen im Fokus der Wohnungsmarktkonferenz, zu der jetzt Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer eingeladen hatte. Dazu trafen sich am Mittwoch, 17. Februar, im Sitzungssaal des Rathauses Vertreter von Wohnungsunternehmen, Investoren und Banken sowie von Sozialverbänden. "Ziel war es", so Dr. Ruthemeyer, "die Akteure auf dem Soester Wohnungsmarkt davon zu überzeugen, dass es auch weiterhin wichtig und lohnenswert ist, in Soest zu investieren". Schließlich gibt es einen weiterhin steigenden Bedarf an preiswerten Wohnungen, nicht nur für die neu zugezogenen Flüchtlinge, sondern auch für einkommensschwache Haushalte insgesamt.

Schon im Einführungsvortrag stellte Torsten Bölting (InWIS-Beratungsgesellschaft Bochum) einleuchtend dar, dass Soest nicht nur als einzige Stadt in der Region bis 2030 die Einwohnerzahl halten kann, sondern dass die Stadt auch wegen der Zunahme an Privathaushalten dringend auf den Zubau von Wohnungen angewiesen ist. Sein Credo "bauen, bauen, bauen" galt allen Segmenten des Wohnungsmarktes, von preiswerten Wohnungen bis zu Luxuswohnungen. Nur so könne der weiterhin wachsende Bedarf befriedigt und der Einwohnerstand gehalten werden.

Harald Förster, Geschäftsführer der stadteigenen Gelsenkirchener Wohnungsbaugesellschaft, widmete sich dem Thema "Bauen für Flüchtlinge". Er berichtete aus Gelsenkirchen, wo in relativ kurzer Zeit ein Wohnbereich mit 51 Mietwohneinheiten und einem Aufnahmezentrum für Flüchtlinge errichtet werden konnte. Es wurde Wert darauf gelegt, dass die Gebäude später auch für normale Wohnnutzungen geeignet sind.

Schließlich ging es um die Frage, welche finanziellen Anreize das Land bietet, um den weiteren Zuwachs an preiswerten Wohnungen zu fördern. Martina Lüdeke von der NRW-Bank Düsseldorf konnte eindrucksvoll nachweisen, dass auch in Zeiten niedriger Zinsen eine Investition in geförderten Wohnungsbau sinnvoll sein könne. Schließlich hat das Land, auch vor dem Eindruck möglicherweise noch weiter steigender Flüchtlingszahlen, die eingesetzten Fördermittel deutlich erhöht. Der Kreis Soest hat derzeit rund 7 Millionen Euro zur Verfügung, die als Darlehn in Projekte des geförderten Wohnungsbaus fließen können.

Die Stadtverwaltung stellte ihrerseits auf der Wohnungsmarktkonferenz die derzeit aktuellen Potenzialflächen im Stadtgebiet dar, die für Investitionen in neue Wohnungen bereitstehen oder die demnächst entwickelt werden sollen. Zum Abschluss der Veranstaltung appellierte Dr. Ruthemeyer an die Teilnehmer, das Gespräch mit der Stadt zu suchen, um gemeinsam entsprechende Standorte zu entwickeln und den auch zukünftig dringend erforderlichen Wohnungsbedarf in Soest zu decken.