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Kleiderkammer für Flüchtlinge jetzt an einem neuen Standort

Die Soester Kleiderkammer für Flüchtlinge hat ihren Betrieb am neuen Standort Niederbergheimer Straße 144 aufgenommen. Dank der Unterstützung durch viele Sponsoren und der Tatkraft der ehrenamtlichen Helfer fand am Mittwoch, 27. Januar, der erste Annahmetag für gebrauchte Kleidungsstücke statt.

Weitere Kleiderspenden können die Bürgerinnen und Bürger am 24. Februar, am 23. März und am 27. April abgeben, jeweils in der Zeit zwischen 16 und 19 Uhr.

Gegründet wurde die Kleiderkammer schon im August des vergangenen Jahres, als die Stadt von einem Tag auf den anderen 150 Flüchtlinge in einer Notunterkunft in den Turnhallen des Conrad-von-Soest-Gymnasiums aufnehmen musste. Von Beginn an lag der Betrieb in den Händen ehrenamtlicher Helfer. Die ersten Flüchtlinge wurden seinerzeit im umfunktionierten Treffpunkt Süd mit gespendeter Bekleidung und Schuhen versorgt. Aus dem Jugendtreff zog die Kleiderkammer nach wenigen Wochen um in Werkstatt- und Garagenräume des ehemaligen Grünflächenamtes am Ostenhellweg. Eine Zweigstelle bestand parallel in der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Kolping-Bildungsstätte. Doch auch zusammen genommen boten diese beiden Standorte zu wenig Platz. Aus diesem Grund richteten die Stadt Soest und die Bezirksregierung Arnsberg in Kooperation die Garagenhallen der ehemaligen Straßenmeisterei des Landesbetriebs Straßen.NRW an der Niederbergheimer Straße 144 als neuen Standort ein. 30.000 Euro kostete es, die teils ölverschmierten Hallen für den neuen Zweck zu renovieren. Zwei Drittel der Kosten übernahm die Bezirksregierung. Die neue Adresse liegt auch näher an der Flüchtlingsunterkunft in der alten Kanaal-van-Wessem-Kaserne, so dass die Flüchtlinge die Kleiderkammer leichter erreichen können.

Einen erheblichen Beitrag zum Umzug leisteten die Sponsoren. Unternehmen, Einzelhändler und Privatleute spendeten Schwerlast- oder Schuhregale, Küchenmöbel, Umzugskartons, Kleiderständer, Teppiche und Geld, damit die Kleiderkammer eingerichtet werden konnte. Das Ausräumen der alten Kammer sowie den Umzug und das Sortieren der Kleidung am neuen Standort stemmten mehr als 60 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Sie bewegten 1150 Umzugskartons, acht gefüllte Kleiderständer, 50 blaue Säcke sowie Koffer, Kinderwagen und Kisten mit Spielzeug, wie Wolfgang Ehlers vom Team der Kleiderkammer berichtete. Insgesamt leisteten sie 400 Arbeitsstunden und erreichten ihr Ziel, planmäßig am 13. Januar die ersten Flüchtlinge zu empfangen und auszustatten.

Für das Zusammenwirken aller Beteiligten bedankten sich am Mittwoch Meinhard Esser, Leiter der Abteilung Jugend und Soziales der Stadt, Tobias Trompeter als Leiter des Immobilienmanagements bei den Kommunalen Betrieben Soest (KBS) und Petra Rutkowsky, die Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Hellweg-Region, unter deren Dach der Runde Tisch „Engagiert für Flüchtlinge“ arbeitet. Die Kleiderkammer sei eines der herausragenden Beispiele für bürgerschaftliches Engagement im Rahmen des Runden Tisches. Ihr Dank galt aber nicht zuletzt auch den Soesterinnen und Soestern, die seit August 2015 immer wieder die dringend benötigten Kleidungsstücke spenden, ohne welche die Kleiderkammer gar nicht funktionieren könnte