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471.000 Euro für das Museum Wilhelm Morgner

Der Direktor des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Matthias Löb, hat am Donnerstag, 21. Januar, persönlich den Förderbescheid für die Modernisierung des Museums Wilhelm Morgner in Soest überbracht. Das LWL-Museumsamt unterstützt den Umbau des früheren Multifunktionshauses zu einem Kunstmuseum der Stadt mit knapp 471.000 Euro. Weil die Baumaßnahmen im Museum Wilhelm Morgner unter Hochdruck laufen, nahm Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer den Förderbescheid im Burghofmuseum entgegen. Die Förderung durch den LWL sei eine der tragenden Wände des neuen Kunstmuseums, bedankte er sich. „Nach der Neueröffnung des Hauses im Mai dieses Jahres wird das Kunstmuseum die kulturelle Bedeutung von Soest auch überregional erheblich steigern“, prognostiziert der Soester Bürgermeister.

Matthias Löb machte sich bei einem Baustellenrundgang ein persönliches Bild vom Fortgang der Modernisierungsarbeiten. Dabei lobte er die Konzeption des Kunstmuseums, welche die Basis für den Umbau bildet. „Die umfangreiche Sammlung richtungsweisender Kunst begründete schon in der Vergangenheit den hervorragenden Ruf des Wilhelm-Morgner-Hauses. Durch die nun erfolgte barrierefreie Erschließung und die Einbindung der Sammlung Schroth erweitert das Museum sein Spektrum.“ Bekanntlich wird die Stiftung Konzeptuelle Kunst künftig Werke aus der Sammlung von Carl-Jürgen Schroth sowie eigene Ausstellungen zeigen. Die Einhausung des früheren Atriums wird dazu eine zusätzliche Ausstellungsfläche schaffen. „Das Museum Wilhelm Morgner steigt damit auch hinsichtlich seiner Präsentationsmöglichkeiten in die Liga der wichtigsten Kunstmuseen der Region auf“, sagte Löb weiter. „Ich freue mich, dass der LWL durch einen einstimmigen Beschluss seiner politischen Gremien dazu beiträgt, dass das Haus künftig eine überregionale Strahlkraft entfalten wird."

Neben Dr. Eckhard Ruthemeyer und Sammler Carl-Jürgen Schroth überzeugten sich weitere Vertreter der Stadtverwaltung sowie der beteiligten politischen Gremien und Bauunternehmen vom Fortgang der Umbaumaßnahmen, darunter Tobias Trompeter als Abteilungsleiter der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadt (ZGW), die als Bauherrin agiert, Kulturabteilungsleiter Dr. Norbert Wex, Museumsleiterin Dr. Annette Werntze, Architekt Oliver Silge, Maria-Luise Pepinghege (Vorsitzende des Ausschusses für Kultur) und Elisabeth Prolingheuer (Vorsitzende des Betriebsausschusses ZGW). Matthias Löb wurde begleitet von Dr. Ulrike Gilhaus, Leiterin des LWL-Museumsamtes für Westfalen, und den Vertretern des Kreises Soest in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe Ulrich Häken, Eva Irrgang, Hans-Joachim Kayser, Inga Schubert-Hartmann und Sven Sladek.

Der Ursprungsbau des Museums bewahrt seit 1962 die städtische Kunstsammlung auf und veranschaulicht das Kunstschaffen und das Kunstleben in der Region. Mittelpunkt bildet das mit 60 Gemälden und über 400 Zeichnungen und grafischen Arbeiten vertretene herausragende Werk des einheimischen Expressionisten Wilhelm Morgner (1891-1917). Seit Oktober 2014 wird das Gebäude denkmalverträglich saniert, klimatisch-technisch ertüchtigt und barrierefrei umgebaut. Außen sichtbares Zeichen der Modernisierung ist der neue Aufzugsturm, der bereits auf der dem Patrokli-Dom zugewandten Seite steht. Die Summe von 471.000 Euro stammt aus dem Fördertopf des LWL für westfälische Museen und Gedenkstätten mit musealem Bestand. Der Landschaftsausschuss des LWL hatte in seiner Sitzung vom 13. November 2014 diese Förderung beschlossen.