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Umbau der Verkehrsstation am Soester Bahnhof ist abgeschlossen

Soest. Schon seit sechs Jahren ist der Bahnhof Soest nach seinem Umbau wieder in Betrieb. Formell beendet ist das Projekt "Umbau der Verkehrsstation Soest" aber erst jetzt. Die "Deutsche Bahn Station und Service" hat die Abrechnung der Maßnahme abgeschlossen. Damit kann der Projektleiter Rolf Lohmann seine Bücher endgültig zuklappen.

Am 4. Mai 2007 war Lohmann, damals noch Abteilungsleiter "Straßen, Gewässer, Grün" bei der Stadtverwaltung Soest, zum Projektleiter bestellt worden. Üblicherweise stammen Projektleiter für solche Bahnhofsumbauten aus den Reihen der Deutschen Bahn. Die Stadt Soest wollte seinerzeit bewusst einen anderen Weg gehen. Einerseits, um Kosten zu sparen, aber auch zugunsten einer zügigen, ortsnahen Koordination der komplexen Arbeiten. Rückblickend hat sich dieses Vorgehen, dem die Deutsche Bahn zustimmte, sehr gelohnt: Für die Gesamtmaßnahme waren ursprünglich 6,3 Millionen Euro angesetzt. Gekostet hat sie inklusive Neubau des Dachs am Hausbahnsteig aber nur 5,36 Millionen Euro. Rolf Lohmann konnte die Endabrechnung also 940.000 Euro günstiger vorlegen als geplant. Wobei das Geld überwiegend aus Landes- und Bundesmitteln floss. Die Deutsche Bahn selber beteiligte sich mit 50.000 Euro, der Zweckverband Ruhr-Lippe mit 100.000 Euro und die Stadt Soest steuerte 700.000 Euro bei.

Zur Erinnerung: Wenn vom Umbau des Bahnhofs die Rede ist, geht es um die reine Verkehrsstation – also Bahngleise, Bahnsteige inklusive Möblierung, Oberleitungen sowie Fußgängertunnel samt Aufzug und Rampen. Das Empfangsgebäude wurde hingegen von der Wirtschafts- und Marketing Soest GmbH gekauft und modernisiert.

Für den Umbau der Verkehrsstation, den Rolf Lohmann leitete, erfolgte der Spatenstich am 21. Dezember 2007. Knapp zwei Jahre später, am 11. August 2009, wurde die Anlage eingeweiht und freigegeben. Seitdem rollen dort die Züge. Jenseits der Bahnsteige war das Projekt damit allerdings längst noch nicht abgeschlossen. Das Eisenbahnbundesamt als Bauaufsichtsbehörde erledigte die Abnahme im März 2012 und im Juli 2013. Die offizielle Inbetriebnahme datiert vom 16. Mai 2014. Diese langen Zeiträume erklärt Lohmann damit, dass es beispielsweise bundesweit nur fünf abnahmeberechtigte Personen bei der Bahn gebe. Auf freie Termine musste deshalb oft monatelang gewartet werden. Zudem wechselten auf Seiten der Bahn oft die zuständigen Ansprechpartner.

Angesichts solcher Rahmenbedingungen zahlte es sich aus, dass mit Rolf Lohmann der Projektleiter ständig vor Ort war. In der heißen Bauphase der Jahre 2007 bis 2009 pendelte er mehrmals täglich zwischen seinem Büro als Abteilungsleiter im Rathaus 2 und dem Bahnhof. Keine lange Anfahrt, kein ständig neues Einarbeiten – Lohmann hielt engen Kontakt zu den insgesamt drei Bauleitern vor Ort, 13 Baufirmen, sieben Planungsbüros und neun beteiligten Bahngesellschaften. "Ich bin der Einzige, der von Anfang an bis zum Ende dabei war", erklärt Lohmann.Kleinigkeiten konnte er vor Ort entscheiden und erledigen, notfalls mit den eigenen Händen: Als beim Bau des Fußgängertunnels nachts plötzlich eine Stromleitung totgelegt werden musste, machte er das kurzerhand selber. Die Bauarbeiten konnten ohne große Verzögerung weitergehen.

Dieses Engagement setzte er auch im Ruhestand fort, denn mit seinem Abschied aus dem Verwaltungsdienst im Jahre 2009 war die Umbaumaßnahme ja noch lange nicht beendet. Er blieb Projektleiter mit einem Büro im Rathaus 2. Kein Wunder, dass der Bahnhof Soest für viele am Umbau Beteiligte untrennbar mit Rolf Lohmann verknüpft bleibt. Noch heute erhält er Anrufe, weil am Bahnhof irgendetwas erledigt werden muss oder sein Wissen aus der Bauphase gefragt ist.

Auch Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer weiß das Geleistete zu schätzen. Anlässlich des Projektendes acht Jahre nach dem ersten Spatenstich spricht er Rolf Lohmann großen Dank und großes Lob aus: "Das gute Ergebnis, das Bahnreisende täglich erleben und nutzen können, ist auch Rolf Lohmanns persönlicher Erfolg."