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2015 wurde viel erreicht - amibitionierte Ziele im nächsten Jahr

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

wenn ein altes Jahr zu Ende geht und sich ein neues ankündigt, ist das für viele Menschen eine Zeit der Besinnung und des Innehaltens. Wir schauen auf die vergangenen Monate zurück. Auf unsere Erlebnisse und Erfahrungen in unserem persönlichen Umfeld – in unserer Familie, in unserem Freundeskreis und in unserer Stadt. Gleichzeitig werfen wir den Blick nach vorn. Anhand der Ereignisse des alten Jahres bilden wir Wünsche für das neue, wir schmieden Pläne oder stellen uns auch auf Belastungen ein, die zum Jahreswechsel bereits absehbar sein können.

Ein solcher Vorausblick ist zum Jahreswechsel von 2015 zu 2016 ein ganz besonderer. Ereignisse, die sich weit jenseits von Soest abgespielt haben, beeinflussen unser Leben so umfassend wie zuletzt vielleicht in den Jahren der deutschen Wiedervereinigung. Millionen von Menschen verlassen ihre Heimatländer. Sie suchen Schutz und hoffen auf ein besseres, sicheres Leben in den Ländern der Europäischen Union, ganz besonders aber in Deutschland. Ich persönlich empfinde es als unsere christliche Pflicht, Verfolgte und Bedrohte aufzunehmen. Wegen der großen Zahl an Flüchtlingen wird diese Situation aber für viele Kommunen, darunter auch Soest, zu einer wachsenden Herausforderung. Ganz konkret geht es darum, ausreichend menschenwürdigen Wohnraum für die Flüchtlinge in unserer Stadt zu schaffen. Langfristig müssen wir die Menschen, die in Soest bleiben werden, in unsere Stadt integrieren. Dabei müssen wir aber Sorgen und Ängste ernst nehmen, die angesichts der Flüchtlingssituation entstehen.

Dennoch bin ich unendlich dankbar dafür, dass wir in Soest in den vergangenen Monaten Schritt für Schritt, aber im Grunde mit einem Kraftakt vieler Beteiligter sich ständig neu stellende Aufgaben gemeistert haben. Ich denke beispielsweise daran, wie im August innerhalb von nur 32 Stunden eine Notunterkunft für Flüchtlinge in den Turnhallen des Conrad-von-Soest-Gymnasiums aufgebaut werden konnte. Dies war nur möglich durch den herausragenden Einsatz von Ehrenamtlichen, Beschäftigten der Verwaltung, Frauen und Männern der Feuerwehr und Beschäftigten des Klinikums Stadt Soest. Dafür auch an dieser Stelle nochmals: Danke! Ohne diese immense Hilfsbereitschaft wären auch die folgende Monate nicht zu schaffen gewesen. Deshalb danke ich jeder Einzelnen und jedem Einzelnen aus der großen Schar der Helfer. Auf ihren Einsatz baue ich auch im Jahr 2016!

Das Gesicht von Soest hat sich unter den Ereignissen des Jahres 2015 geändert. Bestätigt hat sich einmal mehr das weltoffene, zupackende und positiv denkende Wesen der Soesterinnen und Soester. Manche unserer Wünsche oder Probleme erscheinen angesichts der Herausforderungen plötzlich weniger drängend, weniger bedeutsam. Ich möchte an dieser Stelle aber betonen, dass sich auch jenseits der Flüchtlingsthematik vieles in Soest entwickelt hat – und zwar zum Guten! Der Soestbach wurde an weiteren Abschnitten seines Verlaufes renaturiert. Neue Baugrundstücke wurden erschlossen. Unternehmen wählten unsere Stadt für ihre Geschäftsansiedlungen und bringen Arbeitsplätze mit. Den Sportlerinnen und Sportlerinnen steht am Jahnstadion ein neuer Kunstrasenplatz zur Verfügung sowie ein sanierter Sportplatz im Soester Süden. Der Bau von zwei neuen Hotels hat begonnen. Wichtige Straßen wie der Herzog-Adolf-Weg und die Höggenstraße sind saniert. Wir haben eine Super-Allerheiligenkirmes erlebt. Und auch der Weihnachtsmarkt setzt weit über unsere Region hinaus Maßstäbe, zieht Besucher an und tut dem Ruf von Soest gut. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, belegen nicht zuletzt die steigenden Einwohner- und Geburtenzahlen.

Diesen Kurs möchten die Stadtverwaltung und der Rat im nächsten Jahr fortsetzen. Die Weichen dazu sind gestellt: Im Mai wird das modernisierte Museum Wilhelm Morgner eröffnet werden, wir möchten mit dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Ampen beginnen, die Sekundarschule weiter ausbauen  und den Parkplatz am Großen Teich neu gestalten. Außerdem haben wir uns weitere Sanierungen von Straßen, Brücken und dem Wall vorgenommen. Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an solchen Projekten behält ihren hohen Stellenwert. Und trotz des ambitionierten Arbeitsprogramms und des Konsolidierungsdrucks  werden wir im 5. Jahr in Folge die kommunalen Steuern nicht anheben.

Für all die genannten Aufgaben, Projekte und Herausforderungen wünsche ich uns gutes Gelingen und Erfolg. Im selben Maße hoffe ich aber auch für jeden einzelnen von Ihnen, liebe Soesterinnen und Soester, dass Sie Gesundheit, Glück und persönliche Zufriedenheit im neuen Jahr erfahren. Zunächst aber wünsche ich Ihnen gesegnete und friedvolle Weihnachten.

Ihr

Dr. Eckhard Ruthemeyer

Bürgermeister