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Kundenwünsche und neue Medien im Blick behalten

Die Stadtbücherei zählte im vergangenen Jahr mehr als 94.000 Besucher und rund 1000 Neuanmeldungen. Damit sie auch künftig eine elementare Kultur- und Bildungseinrichtung der Stadt bleiben kann, legt das neue Büchereientwicklungskonzept 2016 – 2020 Leitlinien und Maßnahmen für die kommenden Jahre fest. Der Stadtrat hat dem Konzept jetzt zugestimmt und das Team rund um Büchereileiterin Alexandra Eckel kann die Umsetzung der Ziele angehen.

„Die Bibliothekslandschaft und damit auch die tägliche Arbeit in der Stadtbücherei werden sich in den kommenden Jahren stark verändern“, begründet Eckel die Notwendigkeit des Entwicklungskonzeptes. Neue Medien, insbesondere digitale, und damit einhergehendes geändertes Kommunikationsverhalten, demografischer Wandel, rasante technische Entwicklungen - dies sind nur ein paar Punkte, die Bibliotheken heute im Alltag herausfordern. „Bewährtes soll weiterentwickelt und mit neuen Trends kombiniert werden“, sagt Beigeordneter Peter Wapelhorst. Weil die Ressourcen der Stadtbücherei bestenfalls gleich bleiben, sind Spezialisierungen und Verschiebungen in der bibliothekarischen Arbeit und im Medienbestand nötig. „Vor allem soll der Mensch im Mittelpunkt stehen und sich die Arbeit mehr auf die Kundenanforderungen ausrichten“, beschreibt Eckel die Herausforderung.

Eines der zentralen Handlungsfelder der Stadtbücherei bleibt die Begleitung von Kindern und Jugendlichen. Die Bücherei will den Nachwuchs beim Lesenlernen, beim Umgang mit Medien, bei der Sprachentwicklung und beim schulischen Lernen unterstützen. Dazu sollen bestehende Kontakte und gegenseitige Besuche ausgebaut werden und die Schulen bekommen in der Bücherei Medienboxen, Bücherkisten oder Klassensätze für den Unterricht.

Im Bereich Kultur sind eigene Veranstaltungen vorgesehen – vom Literaturspaziergang über Lesekreise bis hin zu Angeboten mit anderen Kultureinrichtungen der Stadt. Das Büchereientwicklungskonzept betont darüber hinaus, dass an der Severinstraße sämtliche Gruppen der Gesellschaft willkommen sind. Für Neubürger kann sich das Büchereiteam eine Schnuppermitgliedschaft vorstellen, für Senioren Lieferdienste von Medien nach Hause und selbstverständlich barrierefreie Erreichbarkeit. Ganz aktuell werden Angebote für die wachsende Zahl an Flüchtlingen aufgebaut.

Im technischen Bereich soll das bargeldlose Bezahlen eingeführt werden, außerdem wird es weitere Optimierungen der EDV und des Verbuchungssystems geben. Das Büchereientwicklungskonzept lässt aber bewusst Raum für Reaktionen auf Entwicklungen, die aktuell noch gar nicht absehbar sind, beispielsweise neue Technik, neue Medien, neue Bedürfnisse der Kunden. So könnten auch die Öffnungszeiten immer mal wieder verändert werden.