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Flüchtlinge ziehen am 1. September ins Kolpinghaus um

Die rund 150 Flüchtlinge aus der Notunterkunft in den Turnhallen des Conrad-von-Soest-Gymnasiums werden am kommenden Dienstag, 1. September, in die ehemalige Kolping-Bildungsstätte an der Wiesenstraße umziehen. Dieser Termin steht seit dem späten Nachmittag des 27. August fest. Die Stadt Soest und das Kolping-Bildungswerk Paderborn können also ihren Zeitplan einhalten. Höchstwahrscheinlich werden die Turnhallen ab Montag, 7. September, wieder für den Sportunterricht und für die Sportvereine zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer und Wolfgang Gelhard als Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes sind zufrieden und erleichtert, dass die Vorbereitung der Bildungsstätte reibungslos geklappt hat. „Die Flüchtlinge bekommen damit eine deutlich angemessenere Unterkunft“, erklärt Dr. Ruthemeyer. Zudem ist er froh, dass auch die Einschränkungen für die Schülerinnen und Schüler sowie die Sportvereine ein Ende haben. „Im Kolpinghaus werden die Flüchtlinge mehr Privatsphäre und Rückzugsräume haben“, ergänzt Wolfgang Gelhard.

Die Massenunterkunft in den Turnhallen war von vorneherein nur als Provisorium angelegt gewesen. Ein schnellerer Umzug in die Kolping-Bildungsstätte war aber nicht möglich. In dem seit mehreren Jahren leer stehenden Gebäude mussten die Ver- und Entsorgungsleitungen, die Heizung und die sanitären Anlagen wieder funktionstüchtig gemacht werden. Beispielsweise müssen die Wasserleitungen frei von schädlichen Bakterien oder Legionellen sein. Außerdem ist die Nutzung als Flüchtlingsunterkunft nur mit einer entsprechenden Baugenehmigung möglich, für die auch der Brandschutz sichergestellt werden musste. Dass diese Rahmenbedingungen erfüllt sind, steht seit Donnerstag, 27. August, fest.

Und so sieht die konkrete Planung für den Umzug der Flüchtlinge aus: Am Montag, 31. August, beenden die Handwerker ihre Arbeit in der Kolping-Bildungsstätte. Die letzten Handgriffe zur Einrichtung der Zimmer geschehen am Dienstagmorgen, 1. September. Anschließend fahren die Flüchtlinge in kleinen Gruppen vom Convos zur Wiesenstraße. An diesem Tag übernimmt auch das Kolping-Bildungswerk die Betreuung der Flüchtlinge – dazu zählen unter anderem die Verpflegung, der Sicherheitsdienst für die Unterkunft und die Sozialarbeit. Noch am Dienstagnachmittag beginnt die Stadt mit dem so genannten Rückbau in den Turnhallen des Conrad-von-Soest-Gymnasiums. Die Feldbetten und alle weiteren Möbel werden herausgeräumt, der provisorische Holzboden aus OSB-Platten wird entfernt und es findet gegen Ende der Woche eine Endreinigung statt.

Im Laufe der kommenden Woche wird auch der Wiesentreff wieder öffnen, der Betrieb im Treff Süd soll am 14. September wieder anlaufen. Die Stadtverwaltung hatte sich zu vorübergehenden Schließung der beiden Einrichtungen durchgerungen, weil die Sozialarbeiter des Treffs Süd und des Wiesentreffs zur Betreuung der Notunterkunft gebraucht wurden. Zwischenzeitlich wurde im Treff Süd außerdem eine Kleiderkammer für die Flüchtlinge aufgebaut. Diese Kleiderkammer muss zunächst verlagert werden, ehe der Treff Süd wieder öffnen kann.