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Notunterkunft für Flüchtlinge wird in früheres Kolpinghaus umziehen

Die Notunterkunft für Flüchtlinge wird noch im August aus den Turnhallen des Conrad-von-Soest-Gymnasiums in die frühere Kolping-Bildungsstätte an der Wiesenstraße umziehen. Das Kolping-Bildungswerk Paderborn wird die zurzeit leer stehende Immobilie für diesen Zweck zur Verfügung stellen und die Unterkunft auch selber betreiben. Der Umzug wird voraussichtlich Ende August möglich sein. Die Stadtverwaltung und das Kolpingwerk werden in enger Abstimmung den Umzug der Flüchtlinge vorbereiten. Für Dienstag, 18. August, ist ab 19 Uhr überdies eine Anwohner-Informationsveranstaltung im Blauen Saal geplant.

Bürgermeister Dr. Eckhard Ruthemeyer hatte in der vergangenen Woche schon vor der Notzuweisung von 148 Flüchtlingen nach Soest beim Kolping-Bildungswerk angefragt, ob die Immobilie an der Wiesenstraße im Notfall für eine Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung stehen könne. Diese Gespräche wurden nach der Notzuweisung konkretisiert. Seit dem heutigen Montag steht fest, dass im optimalen Fall die Unterkunft im Kolping-Haus Ende August in Betrieb gehen kann. Das betonte Alexandra Flick, die im Kolping-Bildungswerk für den Bereich Flüchtlingsarbeit zuständig ist. Zuvor müssen in der Immobilie noch Baumaßnahmen stattfinden. Unter anderem müssen Ver- und Entsorgungsleitungen vorbereitet und der Brandschutz gewährleistet werden.

Mit dem Kolping-Bildungswerk engagiert sich ein erfahrener Akteur in Soest: Das Bildungswerk betreibt in Bad Driburg bereits eine Aufnahmeeinrichtung des Landes NRW. Die Rahmenbedingungen in der reaktivierten Kolping-Bildungsstätte in Soest werden qualitativ deutlich angemessener sein als in der Massenunterkunft in den Convos-Turnhallen.

Die zeitlich befristete Unterbringung der Flüchtlinge im der früheren Kolping-Bildungsstätte stellt die Umnutzung des Areals allerdings nicht in Frage: Wolfgang Gelhard, Geschäftsführer des Kolping-Bildungswerkes, spricht dem zukünftigen Investor Matthias Bürger großen Respekt aus. Auch Matthias Bürger hat sich übergangsweise für diese sinnvolle Nutzung ausgesprochen und unterstützt das Projekt.

Die Hilfsbereitschaft der Soester Bevölkerung für die Flüchtlinge in der Stadt bewegt sich parallel dazu weiterhin auf einem beeindruckend hohen Niveau. Ein Dreierteam wird sich nun um die Koordination der zahlreichen Hilfsangebote kümmern. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Olga Klimann und die Seniorenbeauftragte der Stadt Petra Arlitt sowie Wolfgang Ehlers aus dem Bereich der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer werden sich dazu an alle jene Helferinnen und Helfer wenden, deren Unterstützung konkret gebraucht wird.