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Die Kulturstadt Soest

Soest ist eine Kulturstadt mit überregionaler Ausstrahlung

Soester Türme
Soest hat als Kulturstadt eine lange Tradition. Allein in der Kernstadt stehen sechs mittelalterliche Kirchen. Foto: Stadtarchiv

Die zahlreichen Bau- und Kunstdenkmäler, besonders natürlich die mittelalterlichen Kirchen mit ihren bemerkenswerten sakralen Gegenständen, prägen das Stadtbild und zeugen von der künstlerischen Tradition der hier lebenden Menschen. Die drei ältesten bekannten Tafelbilder Deutschlands stammen von hier und werden in Museen in Berlin und Münster ausgestellt.

Aber auch das Werk von Heinrich Aldegrever aus der Renaissance, die Bilder von Otto Modersohn, des Expressionisten Wilhelm Morgner und der anderen berühmten Maler zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben den Ruf der Kunst- und Kulturstadt Soest begründet, der mit Hans Kaisers Werk nach dem Zweiten Weltkrieg weitergeführt wurde und bis heute fortlebt – nicht zuletzt im reichen Kunstbesitz des Museums Wilhelm Morgner, das mit zahlreichen Ausstellungen dem Kunstinteressierten die Betrachtung von Kunstwerken unterschiedlicher Epochen bietet. Nach der klimatischen, energietechnischen und weitgehend barrierefreien Optimierung ist das Haus seit Mai 2016 um Ausstellungsflächen der Stiftung Konzeptuelle Kunst bereichert worden, die in wechselnden Ausstellungen Werke von Künstlern der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts präsentiert.

Die beiden anderen städtischen Museen, nämlich das stadtgeschichtliche Burghofmuseum und einer wehrgeschichtlichen Abteilung im Osthofentor, dem einzigen erhaltenen Stadttor, ergänzen das städtische Kulturangebot.Aber auch von privater Seite sind museale Angebote entstanden, zuletzt etwa das Grünsandsteinmuseum und die Stiftung Museum der belgischen Streitkräfte.

Das Stadtarchiv und die wissenschaftliche Stadtbibliothek, das größte mittelalterliche Stadtarchiv Westfalens, bewahrt das reiche schriftliche Erbe der Stadt auf. Die durch einen attraktiven Neubau (2011) ergänzte Stadtbücherei bietet über 50.000 Bücher und andere Medien für die Soester Bevölkerung an.

Kunst- und Künstlerförderung mit Verantwortungspartnern

Morgner Ziegelbäcker
Wilhelm Morgner: Ziegelbäcker, 1911. Foto: Thomas Drebusch

Das lebendige und vielfältige Kulturleben der Stadt äußert sich auch in den zahlreichen Vereinen und Initiativen, die sich um Kunst und Künstlerförderung bemühen.

So wird das Wilhelm-Morgner-Stipendium (siehe Box am rechten Bildrand) durch das Soester Kulturparlament gewährleistet, der im Abstand von drei Jahren ausgelobte Wettbewerb um den mit 15.000 Euro dotierten Wilhelm-Morgner-Preis wird ebenfalls mit Hilfe eines privaten Vereins veranstaltet. Der Kunstverein Kreis Soest verleiht den Simplizissimus-Förderpreis für Künstler aus der Region, ebenfalls im Rhythmus von drei Jahren. Die Restaurierung des städtischen Kunstbesitzes wird vom Verein "Freunde des Soester Kunstbesitzes" nachhaltig unterstützt. Die Einrichtung der "Stiftung Kulturstadt Soest" im Jahr 2017 dient ebenfalls zur dauerhaften Unterstützung der Kulturarbeit in Soest.

Kunst im öffentlichen Raum

Heinrich Brummack Auf und abwaerts
Die Skulptur von Heinrich Brummack "Auf- und abwärts" aus Anröchter Dolomit steht zwischen St. Patrokli und dem Museum Wilhelm Morgner. Foto: Schmedtmann

Die zahlreichen Kunstwerke im öffentlichen Raum sind wesentliche Bestandteile des Stadtbilds. Hier finden Sie ein Skulpturenverzeichnis mit detaillierten Hinweisen zur Künstlern und Werken. Im Jahr 2014 wurde die Broschüre "Moderne Soester Skulpturen" von der Wirtschaft und Marketing Soest veröffentlicht. In zwei Spaziergängen durch die Soester Innenstadt - angelehnt an den ausgeschilderten Altstadt-Rundgang - werden 39 Kunstwerke mit Hinweisen zu Künstlern vorgestellt. Die Broschüre ist für eine Schutzgebühr von 0,50 € bei der Tourist-Information erhältlich.

Eine andere Skulptur im öffentlichen Raum sind die Stolpersteine. Der Kölner Künstler Gunter Demnig hat schon seit 1994 in vielen Städten weltweit individuelle Gedenksteine in Erinnerung an die ermordeten jüdischen Mitbürger ins Straßenpflaster eingelassen. Die 36 Steine an 22 Verlegeorten in Soest nennen die Namen und die Schicksale der ehemaligen Mitbürger und sind damit eine eindringliche Mahnung und Erinnerung.